Gesellschaft: Landesweit

Ausländische Universitäten sollen eigene Standorte auf den Philippinen eröffnen

Auf den Philippinen sollen ausländische Universitäten künftig eigene Campus-Standorte im Land errichten dürfen, um philippinischen Studierenden Lehrpläne nach weltweiten Standards direkt vor Ort zugänglich zu machen. Ziel ist es, dass sie nicht mehr für ein Auslandsstudium ins Ausland reisen müssen. Die philippinische Hochschulkommission (CHED) plant, den Zugang zu internationaler Bildung zu erleichtern, indem sie den Fokus auf die sogenannte transnationale Hochschulbildung (TNHE) legt.

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Symbolbild: Envato

Die rechtliche Grundlage für dieses Vorhaben bilden die nationale Strategie für TNHE sowie der Republic Act Nr. 11448. Ausländische Hochschuleinrichtungen können Zweigstellen eröffnen, sofern sie Partnerschaften mit lokalen Universitäten oder Unternehmen eingehen. Dabei ist gesetzlich festgelegt, dass die lokalen Partner zu mindestens 60 Prozent im Besitz philippinischer Staatsbürger sein müssen. Zudem müssen diese Partner ordnungsgemäß bei der Securities and Exchange Commission (SEC) oder dem Department of Trade and Industry (DTI) registriert sein.

Laut der Vorsitzenden der CHED, Shirley C. Agrupis, stellt diese Regelung eine Win-Win-Situation für das philippinische Bildungssystem dar. Die Kooperationen sollten nicht nur die Mobilität von Studierenden und Lehrkräften verbessern, sondern auch die Forschungskooperation stärken. Ein wesentlicher Vorteil liegt in der Kostenersparnis: Durch die lokalen Standorte entfallen hohe Gebühren für ein Studium im Ausland, was die staatlichen Finanzen entlasten würde, die sonst durch Vollstipendien für Auslandsaufenthalte stark beansprucht würden.

Um diese internationale Vernetzung voranzutreiben, hat die CHED bereits eine Partnerschaft mit dem Vereinigten Königreich unterzeichnet. Darüber hinaus prüft die Behörde potenzielle Kooperationen im Bereich der transnationalen Hochschulbildung mit Japan, den USA, Australien und Kanada.