Wirtschaft: Metro Manila

Zentralbank erwartet steigende Inflation im Oktober

Im Oktober könnte die Inflationsrate zwischen 7,1 % und 8,1 % liegen, was den Höchstwert von 7,2 % aus dem September und April übertreffen würde. Sollte der obere Bereich der Prognose eintreffen, wäre dies die schnellste Beschleunigung der Inflation seit Februar 2023, als der Wert bei 8,6 % lag. In diesem Fall würde die Teuerungsrate im Vergleich zum Vorjahresmonat Oktober, als sie noch bei 1,7 % lag, massiv ansteigen. Sollte hingegen das untere Ende der Prognose von 7,1 % eintreffen, würde die Inflation gegenüber dem September leicht sinken und damit den niedrigsten Wert seit dem August-Wert von 6,1 % markieren.

Gasoline price displays in the Philippines 02
Quelle: Google

Die Hauptgründe für den erwarteten Aufwärtstrend sind steigende Kosten für Kraftstoffe, Strom und Transporttarife. Bei den Kraftstoffen gab es gemischte Anpassungen: Während die Preise für Benzin um bis zu 1,11 Pesos pro Liter und für Diesel um 0,52 Pesos pro Liter sanken, stiegen die Kosten für Kerosin um bis zu 4,57 Pesos pro Liter. In Metro Manila und Umgebung lagen die Preise Ende Oktober für Benzin zwischen 75,10 und 101,10 Pesos, für Diesel zwischen 88 und 102,50 Pesos und für Kerosin zwischen 116 und 145,34 Pesos pro Liter. Damit liegen die Preise weiterhin deutlich über dem Niveau vor dem Krieg, das zwischen 50 und 60 Pesos pro Liter lag.

Zudem erhöhte das Energieunternehmen Manila Electric Co. die Stromtarife um 31,91 Centavos pro Kilowattstunde, wodurch der Preis von 14,7424 Centavos im September auf 15,0615 Centavos pro Kilowattstunde stieg. Dies stellt die erste Tariferhöhung in zwei Monaten dar und führt bei einem monatlichen Verbrauch von 200 Kilowattstunden zu einer Erhöhung der Stromrechnung um etwa 64 Pesos. Parallel dazu genehmigte das Land Transportation Franchising and Regulatory Board (LTFRB) Erhöhungen der Fahrpreise für alle öffentlichen Verkehrsmittel, die bereits am 28. September in Kraft traten.

Ein gewisser entlastender Effekt könnte durch sinkende Lebensmittelpreise entstehen, da günstigere Preise für Grundnahrungsmittel wie Reis, Gemüse, Fleisch und Fisch aufgrund günstiger Angebotsbedingungen den Inflationsdruck teilweise abmildern könnten. Zwar liegen die Reispreise im Vergleich zum Vorjahr weiterhin deutlich höher, doch verzeichneten sowohl regulär gemahlenen als auch gut gemahlenen Reis im ersten Oktoberhalbmonat im Vergleich zum Vormonat leichte Rückgänge. Der Preis für regulär gemahlenen Reis stieg im Jahresvergleich um 23,86 % auf 49,79 Pesos pro Kilo, sank aber im Vergleich zu den 50 Pesos des Vormonats um 0,42 %. Bei gut gemahlenem Reis lag der Preis im Jahresvergleich 18,86 % höher bei 56,22 Pesos pro Kilo, sank jedoch gegenüber den 56,48 Pesos aus der ersten Septemberhälfte um 0,46 %.

Trotz dieser möglichen Entlastung würde die Inflation in beiden Szenarien der philippinischen Zentralbank (Bangko Sentral ng Pilipinas, BSP) über dem Zielwert von 3 % bleiben, und damit bereits zum achten Mal in Folge. Die BSP rechnet für das gesamte Jahr mit einer durchschnittlichen Inflation von 6,1 %, was deutlich über dem Wert von 1,7 % aus dem Jahr 2025 liegt. Die Zentralbank gab an, die Daten genau zu beobachten, die Wachstumsaussichten sowie die Inflation im Blick zu behalten und auch die Auswirkungen der Entwicklungen im Nahen Osten auf die wirtschaftliche Lage des Landes zu bewerten. Die offiziellen Inflationsdaten für Oktober werden die Philippine Statistics Authority (PSA) am 5. November veröffentlichen.