Vince Dizon bezweifelt Höhe der Infrastrukturmittel für Distrikt von Sandro Marcos
EditVerkehrsminister Vince Dizon hat die Richtigkeit von Berichten infrage gestellt, wonach die Mittel für Infrastrukturprojekte im ersten Wahlbezirk von Ilocos Norte massiv gestiegen seien. Der Distrikt wird von Sandro Marcos vertreten, dem Sohn von Präsident Ferdinand Marcos Jr. und derzeitigen Parlamentsmehrheitsführer.
Die Diskussion entzündete sich an den Plänen für den nationalen Haushalt 2027. Ein Budget-Wachhund hatte darauf hingewiesen, dass die Zuweisungen für den Wahlbezirk von NEP bei 369 Millionen Pesos lagen, in dem von der GAB jedoch auf 4,74 Milliarden Pesos angestiegen sein sollen. Dies entspräche einer Steigerung von etwa 4,37 Milliarden Pesos.
Dizon, der DPWH tätig war, äußerte sich in einem Interview mit der Sendung On Point auf dem Bilyonaryo News Channel kritisch zu diesen Zahlen. Er gab an, dass die kursierenden Beträge angesichts seiner Erfahrung mit Zuweisungen auf Distriktebene nicht korrekt zu sein scheinen. Dennoch räumte er ein, dass eine Summe in dieser Größenordnung im oberen Bereich liege.
Der ehemalige DPWH-Chef betonte jedoch, dass hohe Zuweisungen nicht automatisch als unangemessen betrachtet werden sollten. Er erklärte, dass Distrikte im Durchschnitt etwa 1 bis 2 Milliarden Pesos erhielten, wobei die tatsächliche Notwendigkeit der Infrastruktur entscheidend für die Höhe der Mittel sei. Beträge zwischen 2 und 4 Milliarden Pesos seien demnach nicht grundsätzlich astronomisch, sofern sie durch legitime Projekte gedeckt seien. Dizon nannte dabei keine alternative Zahl für den Distrikt und bestätigte die berichteten 4,74 Milliarden Pesos nicht ausdrücklich als gerechtfertigt.
Sandro Marcos wies Vorwürfe zurück, die Mittel für seinen Distrikt als verdeckte Haushaltsmittel („soft pork“) zu nutzen. Er betonte, dass die Zuweisungen für spezifische, einzeln aufgeführte Infrastrukturprojekte vorgesehen seien und keine pauschalen, diskretionären Summen darstellten. Die Kontroverse findet vor dem Hintergrund statt, dass Gesetzgeber und Finanzwächter mögliche Unregelmäßigkeiten bei Haushaltszuweisungen und Disparitäten bei den Infrastrukturausgaben auf Distriktebene untersuchen.






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