Gesellschaft: Bulacan

Skandal um Tierbestattungen: Überreste von 29 Haustieren in Bulacan entsorgt

Am Morgen des 29. Oktobers fanden Anwohner im Barangay Minuyan in der Gemeinde San Jose del Monte in der Provinz Bulacan sieben große Säcke, die einen starken Verwesungsgeruch verströmten. In den Säcken befanden sich die Überreste von 26 Hunden und drei Katzen, die einzeln in Plastiktüten verpackt und sorgfältig mit Namen und Gewicht beschriftet waren.

Barangay East Rembo in Makati city
Symbolbild: Envato

Die akribische Beschriftung der Beutel deutet darauf hin, dass die Identitäten der Tiere bei der Verpackung noch mit großer Sorgfalt dokumentiert wurden, bevor sie wie Abfall behandelt wurden. Zeugen berichteten, dass ein weißer Lieferwagen die Säcke unter dem Schutz der Dunkelheit abgeladen haben soll.

Die Ermittlungen führten zum Ahjay Paws Aftercare Pet Crematorium in Bacoor, Cavite. Der Besitzer der Einrichtung konnte keine grundlegenden Dokumente vorlegen, die belegen, dass die Tiere tatsächlich feuerbestattet wurden. Nach massiven Beschwerden der Tierbesitzer ordnete der Bürgermeister von Bacoor die Schließung der Einrichtung an.

Alle 29 Haustiere konnten inzwischen identifiziert und von ihren Familien abgeholt werden. Dennoch bleibt unklar, ob das Krematorium die Überreste selbst entsorgt hat oder ob trauernde Besitzer fälschlicherweise Asche anderer Tiere erhalten haben. Sollten die Besitzer Asche erhalten haben, die nicht die ihrer eigenen Tiere war, stellt dies ein massives Problem dar, da die Besitzer die Gebühren für eine Dienstleistung bezahlt haben, die nicht ordnungsgemäß ausgeführt wurde.

Die Philippine Animal Welfare Society wies darauf hin, dass der Vorfall technisch gesehen nicht gegen das Animal Welfare Act verstößt, da die Tiere zum Zeitpunkt des Vorfalls bereits verstorben waren. Ein rechtliches Schutzschild für Tiere greift hier nicht, da die Würde der Überreste nicht abgedeckt ist. Betroffene Familien könnten jedoch wegen Betrugs, lokal als Estafa bezeichnet, rechtlich gegen die Verantwortlichen vorgehen.

Der Vorfall wirft Fragen über die mangelnde Regulierung in der Tierbestattungsbranche auf. Da Kunden die Prozesse hinter den Öfen nicht einsehen können, basiert das Geschäft vollständig auf Vertrauen. Laut der Animal Kingdom Foundation gab es bereits im Mai ähnliche Vorfälle, bei denen tote Hunde gefunden wurden. Die Organisation kritisierte, dass die Warnsignale monatelang ignoriert wurden und die Würde der verstorbenen Tiere sowie das Vertrauen der Besitzer durch dieses Versagen der Aufsicht massiv verletzt wurden.