Schwerer Zugunglück in Spanien: Philippinische Staatsangehörige betroffen
EditAm 28. Oktober 2026 kam es in Spanien zu einer schweren Kollision von Hochgeschwindigkeitszügen, bei der 69 Menschen ums Leben kamen. Ein philippinischer Staatsbürger erlitt bei dem Unfall leichte Verletzungen und befindet sich derzeit zur Behandlung in einem örtlichen Krankenhaus. Die Identität sowie der genaue medizinische Status der Person wurden auf Wunsch der Familie unter Wahrung der Privatsphäre nicht bekannt gegeben.
Der Unfall ereignete sich gegen 8:54 Uhr morgens auf der Schnellfahrstrecke zwischen Madrid und Sevilla in der Nähe der Stadt Urda, etwa 150 Kilometer südlich von Madrid. Ein Renfe-AVE-Zug mit 397 Passagieren prallte mit einer Geschwindigkeit von fast 200 km/h auf einen stillstehenden Iryo-Zug auf, in dem sich 146 Personen befanden. Vorläufige Untersuchungen des spanischen Verkehrsministeriums deuten auf ein Versagen des LZB-Sicherheitssystems hin, das den Iryo-Zug zum Stillstand zwang. Ein menschlicher Fehler bei der manuellen Signalsteuerung soll dazu geführt haben, dass der herannahende Expresszug fälschlicherweise zur Weiterfahrt autorisiert wurde.
Die philippinische Botschaft in Madrid hat über den Zustand betroffener Staatsangehöriger informiert. Analyn Ratonel, Sprecherin des Außenministeriums (DFA), erklärte, dass das Personal der Botschaft eine Familie philippinischer Touristen, die in den Trümmern eingeschlossen war, ausfindig machen und unmittelbar unterstützen konnte. Bislang wurden keine weiteren Todesopfer oder Verletzten unter philippinischen Staatsangehörigen gemeldet, und es liegen keine weiteren Hilfegesuche vor. Die Botschaft steht in engem Kontakt mit den Katastrophenschutzbehörden der Region Castilla-La Mancha sowie den Eisenbahnbetreibern.
Das Unglück gilt als die schwerste Eisenbahnkatastrophe Europas im laufenden Jahrhundert und ist bereits der dritte tödliche Zugcrash in Spanien im Jahr 2026. Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez hat eine dreitägige nationale Trauerzeit ausgerufen. Angesichts der bevorstehenden vorgezogenen Neuwahlen Ende November sorgt das Ereignis für erhebliche politische Kritik in Spanien. Die philippinische Botschaft hat die dortigen Gemeinden dazu aufgerufen, die Anwesenheit ihrer Mitglieder zu prüfen und Personen zu melden, die zum Unfallzeitpunkt auf der Strecke Madrid-Andalusien unterwegs waren.






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