Wirtschaft: Landesweit

Schwacher Peso verzögert Düngemittel-Beschaffung auf den Philippinen

Der schwache Wert des philippinischen Pesos führt zu massiven Preissteigerungen bei Importen und bringt die Beschaffung von Düngemitteln ins Stocken. Das Landwirtschaftsministerium (Department of Agriculture, DA) musste aufgrund der gestiegenen Kosten seine Budgetplanung für die Beschaffung überprüfen.

A dimly lit room with a sign displaying 'DRUGS' surrounded by money and illegal substances.
Quelle: MART PRODUCTION / Pexels

Wie Arnel B. de Mesa, stellvertretender Staatssekretär im DA, in einem Briefing erklärte, müssten Düngemittelbestellungen entweder verschoben oder neu terminiert werden. Die zuvor genehmigten Budgets für die Verträge seien aufgrund der Preisentwicklung unzureichend. Ein Preis, der zuvor bei 1.500 Pesos lag, sei mittlerweile auf 2.800 bis 2.900 Pesos angestiegen.

Düngemittel sind neben Saatgut und subventioniertem Treibstoff ein zentraler Bestandteil der Hilfspakete des DA für Landwirte und Fischer. Neben dem Dünger werden auch die durch den Privatsektor importierten Reismengen teurer, was sich voraussichtlich auf die Lieferungen im November auswirken wird.

Die Notwendigkeit für mehr Reiserimporte ergibt sich aus den geringeren heimischen Erträgen infolge des El-Niño-Phänomens. Die geschätzten Verluste bei der Palay-Produktion (ungemahlener Reis) liegen zwischen 900.000 und einer Million metrischen Tonnen. Die Importmenge für Reis könnte in Kürze die Marke von 5 Millionen metrischen Tonnen überschreiten, nachdem sie am 22. Oktober bereits 4,36 Millionen metrische Tonnen erreichte.