Wirtschaft: Landesweit

Philippinisches Finanzministerium prüft Steuerbefreiung für Importe unter 10.000 Pesos

Importierte Waren mit einem Wert von bis zu 10.000 Pesos sind derzeit von Zöllen und Steuern befreit. Diese sogenannte „de minimis“-Regelung basiert auf dem Customs Modernization and Tariff Act (CMTA) und besteht seit 2016. Das philippinische Finanzministerium (Department of Finance, DoF) prüft derzeit eine mögliche Änderung dieser Regelung.

View Of The Skyline Of Makati At Sunset, In Metro Manila, The Philippines.
Symbolbild: Envato

Ein Grund für die Überprüfung ist der Wettbewerbsnachteil für einheimische Produzenten, insbesondere im E-Commerce-Sektor. Während lokal erworbene Waren oft der Mehrwertsteuer unterliegen, gelangen importierte Produkte unter der 10.000-Peso-Grenze ohne jegliche Abgaben ins Land. Finanzunterstaatssekretär Karlo Fermin S. Adriano bezeichnete dies als ungleichen Wettbewerb.

Die Behörde hat jedoch Schwierigkeiten bei der Schätzung der potenziellen Steuerausfälle. Ein Grund dafür sind fehlerhafte Angaben zum Warenwert bei den Sendungen. Da sowohl Zölle als auch die Mehrwertsteuer (VAT) auf dem Warenwert basieren, erschweren ungenaue Deklarationen eine präzise Berechnung der erwarteten Einnahmen. Um diese Schätzungen zu verbessern, IWF angefragt.

Trotz der laufenden Prüfung betonte Adriano, dass eine Abschaffung der Regelung unter den aktuellen Bedingungen möglicherweise nicht zeitnah erfolgen werde. Eine Änderung würde zudem eine Novellierung des CMTA erfordern, was wiederum eine Entscheidung des Kongresses voraussetzt. Das Ministerium bleibt jedoch an der Untersuchung dran, um Einnahmeverluste zu stoppen und die heimische Wirtschaft zu schützen. Parallel dazu prüft das DoF zudem eine mögliche Verbrauchssteuer auf Online-Glücksspiele.