Gesellschaft: Landesweit

Mangelhafte sanitäre Anlagen in Busterminals: Verkehrsbehörde prüft Entzug von Lizenzen

Nach seinem ersten Arbeitstag im Verkehrsministerium (Department of Transportation, DOTr) hat Vince Dizon drastische Maßnahmen gegen die schlechten Zustände in Busterminals angekündigt. Bei Besichtigungen in den Terminals von Sampaloc und entlang der Edsa Malibay stellte Dizon eng belegte Wartebereiche, fehlende Ventilatoren sowie extrem verschmutzte und wasserlose Toiletten fest. Die Zustände der Waschräume waren laut Berichten so prekär, dass Reisende mit empfindlichem Magen die Nutzung scheuen müssten.

Scenic urban cityscape featuring a modern bridge and skyscrapers reflecting in calm waters.
Quelle: Nothing Ahead / Pexels

Als Reaktion auf diese Missstände hat Dizon die Land Transportation Franchising and Regulatory Board (LTFRB) angewiesen, die verantwortlichen Betreiber vorzuladen. Diese müssen nun in einem Verfahren darlegen, warum ihre Betriebserlaubnisse (Certificates of Public Convenience) nicht ausgesetzt, annulliert oder entzogen werden sollten. Das Ziel ist es, die Betreiber zur Rechenschaft zu ziehen, da eine Konzession als öffentliches Vertrauensverhältnis zu verstehen ist und die Öffentlichkeit Anspruch auf funktionierende sanitäre Anlagen hat.

Die Kritik an Dizon bezieht sich unter anderem auf seinen konfrontativen und theatralischen Stil. Er trat laut Medienberichten lautstark auf, fluchte und wies einen Terminalmanager vor laufenden Kameras im nationalen Fernsehen zurecht. Dennoch wird betont, dass die Kernbotschaft eine regulatorische Reaktion auf ein massives Defizit in der Infrastruktur ist. Saubere sanitäre Anlagen, ebenso wie funktionierende Wartebereiche oder die Verpflegung in den Terminal-Imbissständen (Carinderias), werden als wesentlicher Bestandteil der Infrastruktur betrachtet, der über die bloße Bequemlichkeit hinausgeht.

Besonders während großer Reisezeiten wie Undas oder der Karwoche (Holy Week) können mangelhafte Bedingungen in den Terminals den Tourismussektor und damit verbundene Arbeitsplätze gefährden. Ein schlechter erster Eindruck bei der Ankunft kann negative Auswirkungen auf das Image des Landes haben, da Reisende solche Erfahrungen teilen und warnen. Während Busunternehmen oft viel in Motoren und Klimaanlagen investieren, um Fahrgäste zu gewinnen, werden Toiletten häufig vernachlässigt. Die Herausforderung für das DOTr wird nun darin bestehen, die angekündigten Maßnahmen dauerhaft durchzusetzen und sicherzustellen, dass die Standards in den Terminals langfristig eingehalten werden, anstatt die Reformen nach den Feiertagen wieder im Sand verlaufen zu lassen.