Wetter: Masbate

Philippinische Regierung intensiviert Maßnahmen gegen El Niño

Die philippinische Regierung unter Präsident Ferdinand Marcos Jr. verstärkt ihre Vorbereitungen auf die Auswirkungen des El Niño-Phänomens. Rexlon Gatchalian, Minister für soziale Wohlfahrt, erklärte, dass frühzeitige Wetterwarnungen des Ministeriums für Wissenschaft und Technologie (DOST) der Regierung einen entscheidenden Zeitvorsprung verschafft hätten. Die aktuellen Maßnahmen seien das Ergebnis dieser gezielten Vorbereitungen.

Tropic rural city at palm trees aerial. Mayon volcano countryside with cottages, lodges and fields
Symbolbild: Envato

Die Strategie zur Bewältigung der Trockenheit konzentriert sich auf fünf Kernbereiche: die Sicherung erschwinglicher Lebensmittel, den Zugang zu sauberem Wasser, die Aufrechterhaltung der Stromversorgung, den Schutz der öffentlichen Gesundheit und die Einbindung der Bevölkerung. Um die Landwirtschaft und Wasserressourcen zu schützen, DSWD die Programme „Project Lawa“ und „Binhi“ gestartet. Dabei werden in abgelegenen Gebieten über 5.000 kleine Wasserspeicher errichtet, die Wasser aus Quellen und Flüssen sammeln und Landwirten ermöglichen, dürreresistente Nutzpflanzen anzubauen.

Zusätzlich zur Wasserversorgung durch mobile Filtereinheiten in Zusammenarbeit mit der Organisation Waves for Water und die Einrichtung lokaler Wasserdepots, etwa in Tondo (Manila) und Masbate, werden technologische Lösungen wie atmosphärische Wassergeneratoren getestet. Parallel dazu empfiehlt das Landwirtschaftsministerium den Anbau von widerstandsfähigen Sorten wie Süßkartoffeln, Taro, Wassermelonen und Okra. Die nationalen Reismagazine halten derzeit Vorräte für über 75 Tage bereit, unterstützt durch erweiterte Kühlhäuser sowie ausreichende Bestände an Schweine- und Geflügelfleisch.

Auch die Energie- und Gesundheitsversorgung wurden angepasst: Das Energieministerium setzt auf Batteriespeichersysteme und Energieflöße für Inselprovinzen, während das Gesundheitsministerium (DOH) Gesundheitszentren mit Notstromaggregaten ausstattet und Aufklärung über Hitzeschläge durch lokale Gesundheitshelfer vorantreibt. Gatchalian appellierte zudem an die Bürger, durch einen sparsamen Umgang mit Wasser, etwa beim Zähneputzen, zur Gesamtlage beizutragen.