Manila hofft auf Teilnahme von Xi Jinping am ASEAN-Gipfel
EditDie philippinische Regierung hat am Dienstag, den 3. November 2026, die Hoffnung geäußert, dass der chinesische Präsident Xi Jinping persönlich am bevorstehenden ASEAN-Gipfel in Manila teilnehmen wird. Die Anwesenheit des chinesischen Staatschefs könnte eine Gelegenheit bieten, die Spannungen zwischen den Philippinen und China, insbesondere im Westphilippinischen Meer, direkt zu thematisieren.
Claire Castro, Pressesprecherin des Präsidentenpalastes (Malacañang), erklärte während eines Briefings, dass ein direkter Dialog zwischen den Staatsführern dabei helfen könne, Unstimmigkeiten beizulegen und die diplomatischen Beziehungen zu stärken. Ein Gipfeltreffen sei genau dafür da, regionale Probleme zu besprechen und Lösungen zu finden.
Diese Äußerungen erfolgen vor dem Hintergrund von Vorwürfen Pekings. Das chinesische Verteidigungsministerium hatte Manila beschuldigt, die Teilnahme des chinesischen Verteidigungsministers Dong Jun am 13. ASEAN-Verteidigungsministertreffen Plus in Cebu in der Vorwoche behindert zu haben. Der Sprecher des chinesischen Verteidigungsministeriums, Zhang Xiaogang, warf den Philippinen vor, ihre Rolle als ASEAN-Vorsitzende zu missbrauchen und die Prinzipien der Konsultation und Inklusivität des Regionalblocks zu verletzen.
Castro wies diese Anschuldigungen zurück und verwies darauf, dass China durch den chinesischen Militärattaché auf den Philippinen, Oberstleutnant Yang Lei, am Treffen vertreten war. Damit habe China die Möglichkeit gehabt, während des Verteidigungstreffens Kommentare oder Botschaften abzugeben. Die Regierung plant derzeit keine formelle Antwort auf die Vorwürfe aus Peking, da Präsident Ferdinand Marcos Jr. eine diplomatische Lösung internationaler Konflikte bevorzugt. Ob Xi Jinping an dem Gipfel und den damit verbundenen Treffen vom 16. bis 18. November teilnehmen wird, hat das Außenministerium bisher nicht bestätigt.






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