Lohnerhöhung in West Visayas: Mindestlohn für über 214.000 Beschäftigte steigt
EditIn der philippinischen Region West Visayas steht eine deutliche Erhöhung der Mindestlöhne bevor. Rund 214.757 Beschäftigte werden von einer täglichen Lohnerhöhung zwischen 40 und 45 Pesos profitieren. Dies geht auf die Bestätigung der Lohnverordnung Nr. VI-(Western Visayas)-30 durch das Arbeitsministerium (Department of Labor and Employment, DOLE) und NWPC zurück.
Die neuen Sätze unterscheiden sich je nach Branche und Betriebsgröße. In nicht-landwirtschaftlichen, industriellen und kommerziellen Betrieben mit mehr als zehn Mitarbeitern steigt der tägliche Mindestlohn von 550 auf 590 Pesos. Dies entspricht einer Steigerung von etwa 7,3 Prozent. In kleineren Betrieben mit zehn oder weniger Beschäftigten erhöht sich der Lohn von 525 auf 565 Pesos, was einem Zuwachs von 7,6 Prozent entspricht. Landwirtschaftliche Arbeiter erhalten mit einem Plus von 45 Pesos die höchste Steigerung; ihr täglicher Mindestlohn klettert damit von 520 auf 565 Pesos, was einer Erhöhung von 8,7 Prozent entspricht.
Zusätzlich zur allgemeinen Erhöhung sieht die Verordnung Nr. VI (Western Visayas)-DW-08 für etwa 68.000 Hausangestellte (Kasambahays) eine monatliche Erhöhung von 500 Pesos vor, wodurch der monatliche Mindestlohn auf 7.000 Pesos steigt. Die neuen Regelungen gelten auch für Negros Occidental und die Stadt Bacolod. Diese Gebiete unterstehen derzeit noch dem regionalen Lohnrat von West Visayas, bis eine eigene Verwaltung für die neue Negros-Insel-Region (NIR) eingerichtet wird.
Arbeitsminister Francis Tolentino erklärte, dass die Anpassungen Faktoren wie Lebenshaltungskosten, Inflation, Kaufkraft und die Bedürfnisse der Arbeitnehmer sowie die finanzielle Leistungsfähigkeit der Unternehmen berücksichtigen. Der Direktor des DOLE in Region 6, Sixto Rodriguez Jr., wies darauf hin, dass der Lohnrat vor der Entscheidung öffentliche Anhörungen und Konsultationen mit Arbeitgebern und Arbeitnehmern durchgeführt habe. Trotz Bedenken von Wirtschaftsverbänden, die vor Entlassungen oder Betriebsschließungen aufgrund steigender Lohnkosten warnten, wurde die Verordnung in der vorliegenden Form verabschiedet. Die neuen Löhne treten 15 Tage nach der offiziellen Veröffentlichung in Kraft.






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