Interpol-Fahndung: Philippinische Behörden stoppen zwei südkoreanische Betrüger am Flughafen Manila
EditNAIA in Manila haben Beamte der philippinischen Einwanderungsbehörde (Bureau of Immigration, BI) zwei südkoreanische Staatsangehörige festgenommen. Gegen die Männer liegen internationale Haftbefehle der Interpol vor. Die beiden Verdächtigen wurden am 20. Oktober am Terminal 1 des Flughafens abgefangen, als sie im Begriff waren, Flüge nach Vietnam anzutreten.
Bei den festgenommenen Personen handelt es sich laut dem stellvertretenden Leiter der BI-Interpol-Abteilung, Peter De Guzman, um den 32-jährigen Lee Jaeryeon und den 29-jährigen An Intae. Die beiden Männer werden in ihrer Heimat Südkorea unterschiedlichen kriminellen Organisationen zugeschrieben. Lee soll als Agent und Betreiber eines sogenannten Romance-Scam-Syndikats in Sihanoukville, Kambodscha, tätig gewesen sein. Dabei soll er über soziale Medien wie Facebook vermeintliche Liebesbeziehungen zu Opfern aufgebaut haben, um diese anschließend auf eine betrügerische Website zu locken. Dort wurden den Opfern fingierte Gebühren für Verifizierungen oder andere Leistungen in Rechnung gestellt.
An Intae hingegen steht im Verdacht, an einem Betrug mit Aktieninvestitionen beteiligt gewesen zu sein. Die Gruppe soll Opfer über gefälschte Websites sowie über Plattformen wie Instagram und KakaoTalk angeworben haben. Die Betroffenen wurden dazu bewegt, Geld auf Bankkonten einzuzahlen, die An oder seinen Komplizen gehörten oder von ihnen verwaltet wurden. Die mutmaßlichen Betrugsschäden werden auf über 3,7 Milliarden südkoreanische Won geschätzt, was etwa 2,8 Millionen US-Dollar entspricht.
Einwanderungskommissar Joel Anthony M. Viado ordnete an, beide Männer auf die schwarze Liste der Einwanderungsbehörde zu setzen, um eine zukünftige Einreise in die Philippinen zu verhindern. Die beiden Südkoreaner befinden sich derzeit in der Haftanstalt der BI in Taguig City und warten auf ihre Abschiebung. Viado betonte, dass die Behörden weiterhin intensiv gegen grenzüberschreitende Kriminalität vorgehen werden, um zu verhindern, dass die Philippinen als Transitland oder Zufluchtsort für internationale Betrüger genutzt werden.




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