FBI-Fahndung: Administratorin der KOJC-Kirche wegen Menschenhandels gesucht
EditEine 64-jährige Filipina, Teresita Tolibas Dandan, wird wegen des Verdachts auf Sexhandel mit Minderjährigen sowie wegen ihrer mutmaßlichen Beteiligung an einem System des Arbeitszwangs gesucht. Sie steht auf der „Most Wanted“-Liste des US-Bundesermittlungsbehörde FBI und ist eine hochrangige Administratorin der KOJC-Kirche.
Die Betroffenen, die zwischen 12 und 25 Jahre alt waren, wurden unter anderem als persönliche Assistentinnen oder „Pastoralen“ für den Kirchengründer Apollo Carreon Quiboloy angeworben. Nach Angaben des FBI soll Dandan, die unter verschiedenen Pseudonymen wie „Tessie“, „Sis Ting“ oder Maria Teresita Dandan Laranas bekannt ist, eine zentrale Rolle bei der Rekrutierung weiblicher Opfer gespielt haben.
Die Ermittlungen beschreiben ein komplexes System, bei dem KOJC-Mitglieder unter Verwendung gefälschter Visa in die USA gebracht wurden. Dort wurden sie gezwungen, Spenden für eine vorgetäuschte Wohltätigkeitsorganisation zu sammeln. Diese Gelder sollen laut FBI dazu genutzt worden sein, den kirchlichen Betrieb sowie den luxuriösen Lebensstil der Führungspersönlichkeiten zu finanzieren.
Die Opfer mussten laut den Ermittlungen Mahlzeiten zubereiten, Wohnungen reinigen und Massagen durchführen. Zudem wurden sie laut FBI und der ATB dazu gezwungen, nach einem festen Zeitplan Sex mit Quiboloy zu haben, was als „Nachtdienst“ bezeichnet wurde. Um den Aufenthalt in den USA dauerhaft zu sichern, wurden Mitglieder offenbar zu Scheinehen oder dem Erwerb gefälschter Studentenvisa gedrängt.
Der Kirchengründer Apollo Carreon Quiboloy, der sich selbst als „erwählter Sohn Gottes“ bezeichnet, befindet sich bereits seit 2024 in der Pasig City Jail. Er wird wegen qualifizierten Menschenhandels und Kindesmissbrauchs festgehalten. Gegen ihn liegt zudem eine Auslieferungsbitte der US-Regierung vor, da er ebenfalls auf der FBI-Fahndungsliste für Sexhandel mit Minderjährigen, Verschwörung und Schmuggel von Bargeld steht. Das US-Justizministerium prüft derzeit die rechtlichen Details der Auslieferung im Rahmen des bestehenden Vertrages mit den Philippinen.





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