Gesellschaft: Landesweit

Diabetes-Experte warnt vor steigendem Risiko für Kinder in Davao

Typ-2-Diabetes betrifft zunehmend auch Kinder ab einem Alter von 12 Jahren. Ein Facharzt aus Davao warnt davor, dass insbesondere übergewichtige Jugendliche frühzeitig untersucht werden sollten. Dr. Gener Rubio Jr., Spezialist für Innere Medizin und Diabetologie am San Pedro Hospital, mahnte im Vorfeld des Welt-Diabetes-Tages, der am 14. November 2026 stattfindet, zu einer frühzeitigen Untersuchung. Das WHO lautet Early Action on Diabetes.

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Symbolbild: Envato

Während früher bei jungen Patienten meist Typ-1-Diabetes diagnostiziert wurde, führen heute Lebensstil und eine starke familiäre Vorbelastung dazu, dass das Risiko für Typ-2-Diabetes bei Kindern steigt. DOH am 30. Oktober 2026 im PRRD-Gebäude des DOH-Davao Center for Health Development in Davao City, dass Eltern ein höheres Körpergewicht bei Kindern nicht einfach als gesund oder „niedlich“ abtun sollten. Ein rundliches Erscheinungsbild sei kein Zeichen von Gesundheit, sondern stelle ein erhebliches Risiko für eine spätere Diabetes-Erkrankung dar. Zu den Warnsignalen, auf die geachtet werden sollte, gehören unerklärlicher Gewichtsverlust, häufiger Durst, vermehrtes Wasserlassen, verschwommenes Sehen sowie Wunden an den Füßen, die nicht heilen.

Obwohl allgemeine Richtlinien Blutzuckertests erst ab 40 Jahren und danach jährlich empfehlen, sollten Risikogruppen nicht warten. Wer bereits im Alter von 12 oder 14 Jahren übergewichtig ist, eine familiäre Vorbelastung aufweist oder einen bewegungsarmen Lebensstil führt, sollte zeitnah eine Blutuntersuchung durchführen lassen. Rubio verwies zudem auf die Empfehlung der Heart Association, sich mindestens 30 Minuten am Tag, idealerweise fünfmal pro Woche, körperlich zu betätigen. Die Situation in den Philippinen ist ernst: Laut Daten der International Diabetes Federation lebten im Jahr 2024 etwa 4.726.300 Erwachsene mit der Krankheit, was einer Prävalenz von 7,5 Prozent entspricht. Rubio merkte an, dass die Prävalenz außerhalb der Städte oft deutlich höher liegen kann und dort teilweise bei 20 Prozent liegt.

Der Diabetes Atlas prognostiziert, dass diese Zahl bis 2050 auf 8,6 Millionen ansteigen könnte. Weltweit sind laut WHO mehr als 40 Prozent der Menschen mit Diabetes nicht diagnostiziert. PSA aus dem Jahr 2025 ist Diabetes zudem die fünft häufigste Todesursache im Land mit über 31.000 Todesfällen. Dr. Grace Amistoso, stellvertretende Regionaldirektorin des DOH in Davao, erklärte, dass Pflegekräfte und Hebammen in den Barangays (Ortsteilen) die Bewohner auf Diabetes, Bluthochdruck und hohen Cholesterinspiegel untersuchen und bei erhöhten Werten an spezialisierte Einrichtungen überweisen. Sie stellte klar, dass die steigenden Fälle eher auf Ernährung und Bewegungsmangel als auf Armut zurückzuführen seien.

In Bezug auf die Kosten für Medikamente und Tests verwies sie auf das Yakap-Programm, welches nach einer Anmeldung die notwendigen Untersuchungen abdeckt. In Davao City bietet das städtische Gesundheitsamt zudem kostenlose Beratungen, Blutzuckertests, Ernährungsberatung, Fuß- und Wundversorgung sowie kostenlose Medikamente nach einer Untersuchung an. Dies geschieht unter anderem im Rahmen eines speziellen Diabetes- und Herztages an jedem Freitag in den Barangays und Gesundheitszentren. Mit dem bevorstehenden Feiertagsgeschäft mahnte Rubio zudem, dass der Blutzuckerspiegel steigen könnte, und rief Patienten dazu auf, ihre Medikamente konsequent einzunehmen und aktiv zu bleiben.