Sicherheit: Metro Manila

Audit deckt massive Überbelegung in philippinischen Gefängnissen auf

Mehr als die Hälfte der Gefängnisanlagen auf den Philippinen arbeitet weit über ihrer vorgesehenen Kapazität. Ein aktueller Bericht der staatlichen Rechnungsprüfungsbehörde Commission on Audit (CoA) zeigt, dass 341 der insgesamt 488 Einrichtungen im Jahr 2025 kritische Überbelegungsraten aufwiesen.

SEC Security and Exchange Commission gebäude
Quelle: Google

Die Überfüllung verstößt gegen die Richtlinien des Bureau of Jail Management and Penology (BJMP), die pro Inhaftiertem eine Fläche von 4,7 Quadratmetern vorschreiben. Laut der CoA beherbergt das BJMP auf einer Gesamtfläche von 240.307 Quadratmetern insgesamt 113.937 inhaftierte Personen.

Um dieses Problem zu lösen, sieht die Behörde den Bau zusätzlicher Infrastruktur im Umfang von 295.197 Quadratmetern als notwendig an. Besonders hohe Überbelegungsraten wurden in den Regionen III, IV-A, V, VII, der Negros Island Region sowie in der NCR festgestellt.

In der Region VII beispielsweise wurden 15.717 Gefangene untergebracht, obwohl die Kapazität der dortigen Anlagen lediglich bei 4.578 Personen liegt. Ähnliche Diskrepanzen zwischen tatsächlicher Belegung und idealer Kapazität zeigten sich in der NCR mit einer Differenz von 13.901 und in der Region IV-A mit 13.741 Plätzen.

Die extremste Situation verzeichnet das Gefängnis Consolacion Municipal Jail in Cebu, das eine Überbelegungsrate von 2.000 Prozent aufweist. Zwar sank die durchschnittliche Überbelegungsrate landesweit von 367 Prozent im Jahr 2022 auf 279 Prozent im Jahr 2025, doch die CoA betont, dass diese Werte die humanitären Schwellenwerte nach lokalen und internationalen Standards weiterhin massiv überschreiten.

Die Überfüllung behindert laut Bericht die grundlegenden Aufgaben des BJMP, wie die humane Verwahrung sowie die medizinische Versorgung, die Verpflegung und die Resozialisierung der Inhaftierten. Das BJMP hat bereits Maßnahmen eingeleitet, darunter 43 Bauprojekte, um in den am stärksten betroffenen Gebieten für mehr Platz zu sorgen.