Dermatologen geben praktische Tipps zur Hautpflege bei Fachveranstaltung
EditIm Rahmen der „Skin Solutions“-Veranstaltung im SM Mall of Asia haben zertifizierte Dermatologen der Philippine Dermatological Society (PDS) Expertenrat zu Hautpflege und gängigen Trends gegeben. Die Veranstaltung, die vom 20. bis 25. Oktober stattfand, wurde in Zusammenarbeit mit Watsons durchgeführt, um den Zugang zu dermatologisch fundierter Hautpflege zu erleichtern. Dies markiert das zweite Jahr der Partnerschaft zwischen Watsons und der PDS im Rahmen der „Derm Skin“-Kampagne, die darauf abzielt, dermatologisch unterstützte Hautpflege für die breite Masse zugänglich zu machen.
Dr. Kristine Josephine Busa räumte mit verschiedenen Social-Media-Trends auf. So erklärten medizinische Pickel-Patches zwar, dass sie Pickel über Nacht schützen können, dies jedoch nur bei Pickeln mit Kopf oder bereits entleerten Stellen der Fall ist. Zum Trend des sogenannten „Slugging“, dem Auftragen einer dicken Schicht Vaseline vor dem Schlafen, warnte sie: Während dies bei extrem trockener Haut helfen kann, besteht die Gefahr verstopfter Poren, insbesondere bei zu Akne neigender Haut. In solchen Fällen solle Vaseline nur dünn auf die betroffenen trockenen Stellen aufgetragen werden.
Gegen die 10-Schritte-Routine der koreanischen Hautpflege plädierte Dr. Busa für ein einfacheres Konzept. Eine Hautpflege, die auf einem sanften Reiniger, einem Feuchtigkeitsmittel und einem Sonnenschutz mit einem Lichtschutzfaktor (SPF) von mindestens 30 basiert, sei der beste Weg. Zu viele Produkte könnten die Haut eher reizen, da die Haut kein „zehngängiges Menü“ sei. Zudem sei das Gefühl eines Brennens kein Beweis für die Wirksamkeit eines Produkts, sondern ein Zeichen für Hautirritationen. Bei der Verwendung von Make-up mit integriertem Lichtschutzfaktor reiche die Menge meist nicht aus, um einen ausreichenden Schutz zu gewährleisten, weshalb man auf zusätzlichen Sonnenschutz nicht verzichten sollte.
Dr. Isabel Belizario thematisierte Hautschäden durch Sonne und künstliches Licht sowie das Auftreten von Melasma. Diese Hyperpigmentierung äußert sich durch dunkle braune, beige oder gräuliche Flecken und betrifft vor allem Frauen im Alter, wobei auch Männer betroffen sein können. Als Goldstandard der Behandlung nannte sie Hydrochinon, das die Melaninproduktion hemmt. Alternativ könnten „freundlichere“ Wirkstoffe wie Retinoide, Vitamin C (Ascorbinsäure), Glykolsäure oder Tranexamsäure genutzt werden. Sie mahnte jedoch zur Vorsicht bei aufhellenden Wirkstoffen, betonte, dass man für die Anwendung medizinischen Rat einholen müsse, und unterstrich, dass die Behandlung von Melasma ein langwieriger Prozess sei, den man eher als Marathon denn als Sprint betrachten solle.
Dr. Kirk Llew Quijote gab praktische Anweisungen zur Bestimmung des Hauttyps und betonte, dass die Haut eine Strategie brauche und kein reiner „Shopping-Trip“ sein sollte. Mit einem blauen „Blotting Sheet“ könne man die T-Zone (Stirn, Nase und Kinn) testen: Bleibt das Papier sauber, ist die Haut trocken; wird es durch Öl gesättigt, handelt es sich um fettige Haut. Für trockene Haut empfahl er einen nicht schäumenden, duftstofffreien Reiniger sowie Feuchtigkeitsmittel mit Inhaltsstoffen wie Ceramiden, Dimethicon oder Harnstoff. Bei Mischhaut könne man für verschiedene Gesichtspartien unterschiedliche Produkte verwenden. Ein praktischer Tipp von ihm ist zudem, Feuchtigkeitscreme auf die noch feuchte Haut aufzutragen.
Ein weiterer wichtiger Hinweis von Dr. Quijote betrifft das Lesen von Inhaltsstoffen. In der Liste der Inhaltsstoffe werden Stoffe mit einer Konzentration von über einem Prozent in absteigender Reihenfolge aufgeführt. Er warnte zudem davor, Werbeversprechen mit klinischen Belegen zu verwechseln. Nur weil ein Produkt als „dermatologisch getestet“ deklariert ist, bedeutet dies nicht automatisch eine Empfehlung. Er wies darauf hin, dass Wirkstoffe wie Niacinamid, Alpha-Arbutin oder Glykolsäure in aufhellenden Produkten oft redundante Mechanismen haben können. Für die Sicherheit und Wirksamkeit von Produkten solle man stets einen zertifizierten Dermatologen konsultieren, um fundierte Informationen zu Effektivität und Nebenwirkungen zu erhalten.





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