Politik: Landesweit

Vorwurf der Steuerhinterziehung gegen Vizepräsidentin Sara Duterte

Im Zuge eines Amtsenthebungsverfahrens gegen die philippinische Vizepräsidentin Sara Duterte werden schwerwiegende Vorwürfe laut. Die Diskrepanzen zwischen ihrem erklärten Nettovermögen und ihren mutmaßlich nicht offengelegten Einkünften deuten nicht nur auf unerklärten Reichtum, sondern auch auf Steuerhinterziehung hin.

Vice President Sara Duterte
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Grundlage für diese Einschätzung sind die im Senat vorgelegten Beweise des Finanzexperten Alexander Cabrera. Cabrera stellte fest, dass auf den Bankkonten der Vizepräsidentin und ihres Ehemannes, Rechtsanwalt Manases "Mans" Carpio, Zahlungseingänge in Höhe von 174,96 Millionen Pesos festgestellt wurden. Dies ist mehr als das Doppelte des von Duterte deklarierten Einkommens, das lediglich 63,11 Millionen Pesos betrug. Die Differenz von 111,85 Millionen Pesos zwischen den tatsächlichen Zuflüssen und den Angaben der Vizepräsidentin für den Zeitraum von 2022 bis 2025 ist Teil eines größeren Gesamtwerts von 817,8 Millionen Pesos an unerklärlichem Vermögen und nicht deklarierten Vermögenswerten.

Der Sprecher der Untersuchungskommission im Repräsentantenhaus, Abgeordneter Zia Alonto Adiong, betonte, dass die Zeugenaussagen und Beweise ein klares Versäumnis bei der korrekten Einkommensangabe sowie bei der Deklaration von Geschäftsinteressen an verschiedenen Unternehmen aufzeigten. Trotz der Schwere der Vorwürfe gab Adiong an, dass das Gremium weiterhin offen für Erklärungen der Vizepräsidentin sei.

Das Amtsenthebungsverfahren soll am 9. November fortgesetzt werden. In diesem Zuge werden die Verteidiger von Sara Duterte damit beginnen, Gegenbeweise zu den Vorwürfen in Artikel II der Amtsenthebungsanklage vorzulegen.