Politik: Cebu

USA schlagen Verteidigungspakt mit ASEAN vor

Am Mittwoch wurde während eines informellen Treffens der Verteidigungsminister in Cebu ein umfassender regionaler Rahmen für die Verteidigungskooperation zwischen den Vereinigten Staaten und dem ASEAN vorgeschlagen. Ziel des Abkommens ist es, gemeinsame Sicherheitsinitiativen zu steuern und eine praktische Grundlage für die Verteidigungsabstimmung zu schaffen, insbesondere im Hinblick auf das 50-jährige Jubiläum der diplomatischen Beziehungen zwischen den USA und der ASEAN im Jahr 2027. Das Treffen findet vor dem Hintergrund wachsender regionaler Spannungen statt, während Washington seine Bemühungen zur Vertiefung militärischer Partnerschaften in Südostasien intensiviert.

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Quelle: PIA

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth kündigte dieses Vorhaben an und betonte, dass Washington bereit sei, bilaterale Gespräche mit der Verteidigungsführung Singapurs aufzunehmen, da das Land die kommende Vorsitzrolle beim ASEAN Defence Ministers’ Meeting-Plus (ADMM-Plus) übernehmen wird. Als Kernbereiche der praktischen Zusammenarbeit nannte er die Lageaufklärung im maritimen Bereich, die Zusammenarbeit der Marinen, Cyber-Resilienz sowie gemeinsame taktische Übungen. Dabei verwies er auf die Vision von US-Präsident Donald Trump für einen sicheren Pazifik, der durch eine klare, starke und zugleich ruhige Haltung externe Aggressionen abschrecken soll, ohne dabei Konflikte zu eskalieren. Hegseth betonte zudem, dass ernsthafte Partner gemeinsam trainieren, planen und lernen müssen, um das notwendige Vertrauen und die Kompetenz zur Konfliktprävention aufzubauen. Er lobte zudem die diplomatische Rolle der ASEAN bei der Aufrechterhaltung des Waffenstillstands an der Grenze zwischen Thailand und Kambodscha als Modell für regionale Führung.

Der philippinische Verteidigungsminister Gilberto Teodoro Jr. begrüßte den Vorschlag der USA und erklärte, dass eine dauerhafte US-Sicherheitspräsenz entscheidend bleibe, um die Stabilität und die Freiheit der Schifffahrt im Indopazifik zu gewährleisten. Das Treffen in Cebu fällt zudem mit dem 80. Jahrestag der bilateralen diplomatischen Beziehungen zwischen den Philippinen und den USA zusammen. Teodoro hob die Bedeutung der ASEAN-Zentralität und der bestehenden Sicherheitsplattformen hervor. Er verwies auf bereits laufende Kooperationen, wie die zweite ASEAN-US-Seeübung in Indonesien mit aktiver Beteiligung der philippinischen Marine, die gemeinsame Arbeit an der maritiven Sicherheit, wobei die Philippinen und Japan als Co-Vorsitzende der ADMM-Plus-Arbeitsgruppe für maritime Sicherheit fungieren, sowie die Zusammenarbeit im Bereich der Militärmedizin und der Katastrophenhilfe, wie etwa bei der Übung Trident Resolve im vergangenen Monat.

Gleichzeitig eröffnete Teodoro das 20. Treffen der ASEAN-Verteidigungsminister (ADMM) in Lapu-Lapu City unter dem Thema Navigating Our Future Together und mahnte zur regionalen Einheit angesichts wachsender Sicherheitsherausforderungen. Er betonte, dass Differenzen innerhalb des Blocks, einschließlich der Streitigkeiten im Südchinesischen Meer, durch friedliche und rechtliche Mittel gelöst werden müssten, um die Souveränität und territoriale Integrität zu wahren. Die Philippinen setzen sich zudem für eine verstärkte Zusammenarbeit bei der Sicherheit von Unterwasserinfrastrukturen sowie bei der Energie- und Ernährungssicherheit ein, um auf mögliche Störungen der Lieferketten oder klimatische Risiken wie einen Super-El-Niño zu reagieren, der die Versorgung mit Wasser, Strom und Nahrung gefährden könnte. Teodoro rief die Minister dazu auf, in einem Klima des Vertrauens offen über regionale Bedrohungen zu diskutieren, um effektiver auf Herausforderungen reagieren zu können.