Senator Bong Go fordert neues Katastrophenschutz-Ministerium und permanente Evakuierungszentren
EditAngesichts steigender Naturgefahren auf den Philippinen fordert Senator Christopher „Bong“ Go die Einrichtung eines eigenständigen Ministeriums für Katastrophenresilienz (Department of Disaster Resilience). Gleichzeitig drängt er auf die vollständige Umsetzung des „Ligtas Pinoy Centers Act“, um den Schutz der Bevölkerung bei Naturkatastrophen zu verbessern.
Grund für diese Forderungen ist der aktuelle „World Risk Poll 2026“, der von Gallup für die Lloyd's Register Foundation durchgeführt wurde. Die Umfrage zeigt, dass 80 Prozent der erwachsenen Filipinos in den letzten fünf Jahren persönlich von Naturkatastrophen betroffen waren. Damit weist das Land den höchsten Wert unter den 140 untersuchten Ländern und Gebieten auf.
Tropische Stürme stellten mit einer Betroffenheit von 52 Prozent das am häufigsten gemeldete Risiko dar, wobei die Region Visayas mit 67 Prozent die höchste Exposition verzeichnete. In Mindanao gaben zudem 44 Prozent der Befragten an, von Erdbeben betroffen zu sein.
Um auf diese Lage zu reagieren, setzt sich Go für den Gesetzentwurf Senate Bill No. 173 ein. Dieser sieht vor, die Bemühungen zur Katastrophenvorsorge, Notfallreaktion sowie zur Erholung und Sanierung in einer zentralen Behörde zu bündeln. Dies soll die Koordination bei großflächigen Notfällen, die mehrere Provinzen betreffen, verbessern.
Zudem fordert der Senator die konsequente Umsetzung des am 6. Dezember 2024 verabschiedeten Gesetzes Republic Act No. 12076 (Ligtas Pinoy Centers Act). Dieses schreibt den Bau permanenter, widerstandsfähiger Evakuierungszentren in Städten und Gemeinden vor. Diese Einrichtungen sollen außerhalb von Gefahrenzonen liegen und über Schlafräume, Sanitäranlagen, medizinische Bereiche, Küchen sowie Notstrom- und Wassersysteme verfügen.
Der Senator betonte, dass man nicht erst nach einer Katastrophe handeln dürfe, sondern die Vorbereitungen vorab treffen müsse. Ergänzend dazu hat er mit dem Senate Bill No. 415 einen Entwurf eingebracht, der Mietzuschüsse für qualifizierte Familien aus informellen Siedlungen und Katastrophenopfer vorsieht. Die Forderungen kommen in einer Zeit, in der die Wetterbehörde PAGASA prognostiziert, dass bis Ende 2026 bis zu vier weitere tropische Zyklone in den philippinischen Verantwortungsbereich eintreten könnten.






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