Philippinisches Landwirtschaftsministerium fördert traditionelle Maisart gegen Klimawandel
EditUm die Ernährungssicherheit in der Region Eastern Visayas zu stärken, setzt das Landwirtschaftsministerium (Department of Agriculture, DA) auf die Wiederbelebung einer traditionellen Maisart. Das Projekt konzentriert sich auf Kalimpos, eine einheimische weiße Maissorte, die für ihre Widerstandsfähigkeit gegen Dürreperioden und Schädlingsbefall bekannt ist.
Das regionale Büro des DA (RFO 8) hat das sogenannte Kalimpos-Maisprojekt ins Leben gerufen, um diese offen bestäubte Sorte (Open-Pollinated Variety, OPV) zu bewahren und zu fördern. Ziel ist es, das Aussterben dieser traditionellen Sorte zu verhindern, da zunehmend kommerzielles, gentechnisch verändertes Saatgut sowie Hybrid-Saatgut verwendet werden. Das Projekt soll die Sorte zudem als Teil des landwirtschaftlichen Erbes der Region erhalten, vermehren und bekannt machen.
Im Rahmen von Pilotversuchen der Abuyog Experiment Station (AES) wurde Kalimpos in den Städten Merida und Palompon auf der Insel Leyte angebaut. In Merida wurden auf drei Hektar Fläche mit elf Landwirten die Ertragsfähigkeit und die Resilienz der Pflanze getestet. Dabei wurde ein durchschnittlicher Ertrag von drei Tonnen Frischkorn pro Hektar erzielt, was einem Trockenkornertrag von 2,25 Tonnen pro Hektar entspricht. Zudem wurde eine hohe Ernteeffizienz von 80 Prozent beim Schälen festgestellt. Um die Ergebnisse zu feiern, veranstaltete das DA-RFO 8 am 28. und 29. Oktober einen Farmers Field Day sowie ein Erntefestival im Barangay Lundag in Merida.
Die Forscherin der AES, Mona Liza Ruiz, betonte, dass Kalimpos nicht nur ein Erbe der Vorfahren sei, sondern ein wertvoller Schatz für eine widerstandsfähigere Zukunft darstelle. Sie ermutigte die Landwirte zur Aussaat, da die Sorte im Vergleich zu anderen Sorten eine hohe Resilienz gegenüber dem Klimawandel und Schädlingen bei gleichzeitig guten Erträgen zeige.
In Palompon wurde der Mais, der in der dritten Juniwoche gepflanzt worden war, Anfang Oktober geerntet. Das dortige kommunale Landwirtschaftsamt plant, die gewonnenen Samen in der ersten Novemberwoche an lokale Maisbauern zu verteilen. Die Kultivierung dieser Sorte soll zudem die lokale Biodiversität unterstützen und die Anpassung an regionale Klimaschwankungen erleichtern.
Die lokale Politik unterstützt die Initiative ebenfalls: Der Bürgermeister von Merida, Rolando Villasencio, unterzeichnete eine Resolution, die den Erhalt und die Nutzung traditioneller Maissorten in seiner Gemeinde fördern soll. Damit sollen wertvolle landwirtschaftliche Ressourcen geschützt und der Einsatz lokal angepasster Nutzpflanzen zur Stärkung des Agrarsektors der Gemeinde vorangetrieben werden.






Keine Werbeblöcke mehr mit Supporter-Abo!