Sicherheit: Landesweit

Philippinische Regulierungsbehörde geht gegen Massenbesitz von SIM-Karten vor

Die NTC hat Mobilfunkbetreiber angewiesen, strenge Überprüfungen bei Abonnenten durchzuführen, die mehr als 100 SIM-Karten auf einen einzigen Namen registriert haben. Ziel dieser Maßnahme ist die Bekämpfung organisierter Betrugsnetzwerke, die massenhaft registrierte SIM-Karten für Finanzbetrug und illegale SMS-Versandtechnologien nutzen.

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Symbolbild: Envato

Gemäß einer neuen Richtlinie haben die Telekommunikationsunternehmen ab Erhalt der Anordnung 15 Tage Zeit, KYC durchzuführen. Dabei muss verifiziert werden, ob die registrierten Endnutzer tatsächlich die physische Kontrolle über jede einzelne Karte besitzen und ob die Leitungen einem legitimen Zweck dienen. Die NTC betonte, dass SIM-Karten sofort deaktiviert werden, wenn die Nutzer die rechtmäßige Nutzung oder Kontrolle nicht nachweisen können. Dies betrifft insbesondere Karten, die illegal weiterverkauft oder ohne die vorgeschriebenen Neuregistrierungsverfahren übertragen wurden.

Obwohl das Gesetz zur SIM-Registrierung (Republic Act 11934) keine gesetzliche Obergrenze für die Anzahl der registrierten Karten festlegt, fordert die Behörde, dass der Besitz die tatsächliche und rechtmäßige Nutzung widerspiegeln muss. Die Maßnahme stützt sich zudem auf das Gesetz gegen Finanzbetrug (Republic Act 12010, Afasa). Die Behörden hatten zuvor festgestellt, dass illegale SIM-Netzwerke für betrügerische Investitionsangebote genutzt werden.

Alvin Blanco, stellvertretender Kommissar der NTC, erklärte, dass die Deaktivierung dauerhaft sei, sofern die betroffenen Personen nicht durch entsprechende Ausweisdokumente belegen können, dass die SIM-Karte persönlich auf ihren Namen registriert ist. Er rief die Nutzer dazu auf, sicherzustellen, dass alle im Alltag verwendeten Karten korrekt registriert sind, insbesondere solche, die mit digitalen Bankanwendungen oder Mobile-Wallet-Diensten verknüpft sind. Unbefugte SIM-Übertragungen stellen laut dem Gesetz zur SIM-Registrierung eine Straftat dar, die mit Freiheitsstrafen von sechs Monaten bis zu sechs Jahren sowie Geldstrafen zwischen 100.000 und 300.000 Pesos geahndet werden kann.