Gesellschaft: Metro Manila

Philippinische Regierung plant umfassende Sicherheitsmaßnahmen für das Undas-Wochenende

Um ein reibungsloses und sicheres Wochenende anlässlich der Feiertage zu Allerheiligen und Allerseelen zu gewährleisten, hat Präsident Ferdinand Marcos Jr. umfassende Maßnahmen für das Undas-Wochenende 2026 angekündigt. Die Regierung setzt dabei auf verstärkte Präsenz bei der Verkehrslenkung, erhöhte Sicherheit an Friedhöfen sowie eine optimierte Infrastruktur für Reisende, um den Millionen von Filipinos, die ihre verstorbenen Angehörigen besuchen, ein sorgenfreies Gedenken zu ermöglichen.

A basketball court in the sand on a small island in the Philippines.
Symbolbild: Envato

Im Bereich des Reiseverkehrs hat der Präsident in einer Videobotschaft zugesichert, dass an allen Flughafenkontrollen zwischen dem 30. Oktober und dem 3. November ausreichend Personal bereitsteht, um lange Warteschlangen zu vermeiden. Dies gilt sowohl für Filipinos, die in ihre Provinzen zurückkehren, als auch für Reisende ins Ausland. Zur Beschleunigung der Passagierabfertigung und zur Reduzierung von Wartezeiten soll verstärkt der Einsatz digitaler Systeme, einschließlich elektronischer Gates (eGates), forciert werden. Zudem wurde eine rund um die Uhr stattfindende Passagierunterstützung an den großen Verkehrsknotenpunkten angekündigt, wobei dort von 29. Oktober bis zum 3. November 24-Stunden-Hilfsschalter bereitstehen werden.

Für den Landverkehr hat das Land Transportation Franchising and Regulatory Board (LTFRB) zudem 1.000 Sondergenehmigungen für zusätzliche Busse erteilt, um den Pendlerverkehr in die Provinzen während der Feiertage zu unterstützen. Um den Verkehrsfluss in der Metropolregion Manila zu sichern, werden mehr als 2.000 Mitarbeiter der Metropolitan Manila Development Authority (MMDA) in ganz Metro Manila eingesetzt. Ihr Fokus liegt dabei auf der Entlastung von Staus, insbesondere auf den Wegen zu Friedhöfen, Gedenkstätten, Kirchen und anderen Orten mit hoher Besucherfrequenz. Zudem wurde die Anweisung gegeben, dringende Reparaturen an Hauptverkehrsstraßen noch vor Beginn der Feiertage abzuschließen, um Verkehrsverzögerungen durch die erwartete Zunahme des Reiseaufkommens zu verhindern.

Die Sicherheit vor Ort wird durch eine massive Mobilisierung der Polizei gewährleistet. Die PNP hat landesweit über 141.000 Einsatzkräfte und zusätzliche Helfer (Force Multipliers) mobilisiert, um Transportknotenpunkte, Hauptverkehrsstraßen und Friedhöfe sowie Kolumbarien zu sichern. Polizeigeneral Jose Melencio C. Nartatez Jr. ordnete an, Hilfsschalter einzurichten, die in enger Zusammenarbeit mit lokalen Behörden und anderen Akteuren umfassende Dienste leisten sollen. Dazu gehören die Suche nach vermissten Kindern, die Bereitstellung medizinischer Hilfe sowie die Reaktion auf allgemeine Notfälle. Zudem sollen verstärkt Patrouillen die Eingänge zu Friedhöfen kontrollieren, um Diebstahl, Unruhen durch Alkoholkonsum oder Streitigkeiten durch Karaoke-Gesänge zu verhindern. Die Einsatzkräfte sollen dabei besonders sichtbar und ansprechbar bleiben, um vor allem Kindern, Senioren und anderen schutzbedürftigen Personen beizustehen. Ein besonderes Augenmerk liegt zudem auf verstärkten Nachbarschaftspatrouillen in Wohngebieten, in denen Häuser während der Feiertage unbewacht bleiben könnten.

Flankierend dazu stehen das Bureau of Fire Protection (BFP) für Brandnotfälle sowie Krankenhäuser und medizinische Notfallteams in ständiger Bereitschaft. Die Regierung und die lokalen Verwaltungseinheiten koordinieren sich eng, um bei medizinischen Notfällen oder anderen Vorfällen eine schnelle Reaktion zu garantieren.