Philippinen bereiten regulatorische Rahmenbedingungen für Kernenergie vor
EditDas philippinische Energieministerium (Department of Energy, DOE) plant eine Zusammenarbeit mit der Nuklearagentur der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD-NEA), um die regulatorischen Kapazitäten des Landes zu stärken. Ziel ist es, die rechtlichen und institutionellen Voraussetzungen zu schaffen, da die Kernenergie als Teil des künftigen Energiemixes der Philippinen in Betracht gezogen wird.
Im Rahmen dieser Kooperation findet vom 4. bis 6. November in Manila der Workshop „Philippine Nuclear Regulatory Framework“ statt. An der dreitägigen Veranstaltung nehmen Regierungsvertreter, internationale Regulierungsbehörden, Politikexperten sowie technische Spezialisten teil. Ein zentraler Schwerpunkt liegt dabei auf der Rolle von PhilAtom, der neu gegründeten nationalen Regulierungsbehörde für Kernenergie. Es sollen die notwendigen rechtlichen und institutionellen Vorkehrungen diskutiert werden, um eine unabhängige und effektive Aufsicht zu gewährleisten.
Die Inhalte des Workshops umfassen die Grundlagen der Kernregulierung, die technische Kapazität für Lizenzen und Inspektionen sowie die Einhaltung von Vorschriften und die Notfallvorsorge. Zudem stehen Standortbewertungen, die Einbindung von Interessengruppen und neue Technologien wie kleine modulare Reaktoren (SMRs) auf der Agenda. Energieministerin Sharon Garin betonte, dass die Unabhängigkeit und das technische Fachwissen der zuständigen Institutionen entscheidend seien, um die öffentliche Sicherheit zu schützen und Vertrauen in die verantwortungsvolle Entwicklung der Kernenergie zu gewinnen.
Die Veranstaltung baut auf vorangegangenen Fachforen auf, darunter das World Nuclear Supply Chain Forum und das Philippine International Nuclear Energy Forum am 21. und 22. Oktober. Das DOE erklärte, dass man sich auf die Erfahrungen etablierter Kernenerieländer stützen wolle. Der Workshop dient der Vorbereitung und dem Kapazitätsaufbau; er stellt jedoch keine Genehmigung für den Bau oder Betrieb von Kernkraftwerken dar.






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