Wirtschaft: Landesweit

MinDA fördert Agrobusiness durch Vernetzung von Landwirten und Investoren

Im Rahmen eines Forums im Seda Hotel am 26. Oktober 2026 diskutierten Regierungsvertreter, Branchenführer, Landwirtschaftsgruppen und Vertreter des Privatsektors über die Herausforderungen und Chancen des Sektors.

Rice Fields In The Green Forests Of The Philippines
Symbolbild: Envato

Die Mindanao Development Authority (MinDA) arbeitet an der Stärkung landwirtschaftlicher Wertschöpfungsketten auf der Insel Mindanao, um die Produktion von höherwertigen Produkten auszubauen und die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Region zu steigern. Ziel ist es, Erzeugergenossenschaften gezielt mit Investoren, Verarbeitungsbetrieben, Exporteuren und Großabnehmern zu vernetzen.

MinDA-Vorsitzender Leo Tereso A. Magno betonte, dass Landwirte Zugang zu Finanzierungen, moderner Technologie, Verarbeitungsanlagen und verlässlichen Märkten benötigen. Er erklärte, dass die Landwirte nicht bloße Lieferanten von Rohstoffen bleiben dürfen, sondern aktive Teilnehmer an Industrien werden müssen, die Arbeitsplätze schaffen und auf globalen Märkten bestehen können.

Für das Jahr 2026 wurden Kokosnuss, Kakao, Kaffee und Viehzucht als vorrangige Bereiche für Investitionen und Marktexpansion identifiziert. Diese Sektoren gelten als entscheidend für die Schaffung ländlicher Unternehmen, die Steigerung der Exporte und die Förderung der wirtschaftlichen Aktivität. Neben diesen Schwerpunkten befassten sich Workshops auch mit Bananen, Durian und Mango.

Um den regionalen und internationalen Wettbewerb zu meistern, müsse Mindanao infrastrukturelle Hürden überwinden. Der stellvertretende Exekutivdirektor der MinDA, Romeo Montenegro, verwies auf die Notwendigkeit einer zuverlässigen Wasser- und Energieversorgung sowie einer funktionierenden Transportinfrastruktur. Zudem seien eine konsistente Produktqualität, der Einsatz geeigneter Technologien und die Einhaltung internationaler Standards unerlässlich, um den Übergang vom reinen Rohstoffexport zu wertschöpfenderen Produkten zu vollziehen. Er betonte, dass Mindanao nicht nur mit sich selbst, sondern auch mit regionalen Nachbarn konkurrieren müsse.

Unterstützung kam auch von internationaler Seite: Teddy Monroy, der Landesvertreter der UNIDO auf den Philippinen, hob hervor, dass Mindanao als wichtigste Plattform für hochwertige Agrarexporte des Landes fungiere. Er unterstrich die Notwendigkeit, Wertschöpfungsketten zu koordinieren und Investitionen zu erleichtern, um wettbewerbsfähige und widerstandsfähige Agrogewerbe aufzubauen. Auch Roy Ortiz, Regionaldirektor von Dole Asia, wies darauf hin, dass die landwirtschaftliche Produktion enger mit den Spezifikationen der Käufer, der saisonalen Nachfrage und den entsprechenden Marktkanälen abgestimmt werden müsse.

Die Teilnehmer des Forums identifizierten zudem die Notwendigkeit, die landwirtschaftliche Produktion zu bündeln, die Nacherntebehandlung zu verbessern und die Verarbeitungskapazitäten auszuweiten. Zu den anwesenden Akteuren gehörten unter anderem Vertreter von Seedcore Agri-Industrial Corp., CSU Trade Ventures Inc., See’s International Food Manufacturing Corp., Nestlé Philippines Inc., Greentropics Coffee Enterprise sowie die Tulunan Aromatic Coconut Farmers Agriculture Cooperative.

Die MinDA treibt diese Entwicklung unter der Exekutivverordnung 101 voran, welche das Sagip Saka Act zur Stärkung von Landwirtschafts- und Fischereibetrieben umsetzt. Ein zentrales Instrument ist hierbei das TEAM-Projekt (Transformational Enterprise Support for the Agribusiness Value-Chains of Mindanao). Dieses verbindet Kooperativen mit staatlicher Unterstützung, Finanzierungsmöglichkeiten und Ankerunternehmen aus dem Privatsektor. Die Ergebnisse und die im Forum erarbeiteten Investitionsvorschläge sollen als Grundlage für das Mindanao Development Forum (MDF) 2026 dienen.