Japan mahnt ASEAN-Einheit angesichts wachsender Sicherheitsrisiken an
EditIn Südostasien verschlechtert sich das Sicherheitsumfeld rapide. Vor diesem Hintergrund hat der japanische Verteidigungsminister Shinjiro Koizumi während eines informellen Treffens der ASEAN-Verteidigungsminister mit Japan in Lapu-Lapu City, Cebu, den Verbund zu mehr Einheit, Zentralität und Widerstandsfähigkeit aufgerufen, um auf regionale und globale Bedrohungen reagieren zu können.
Als wesentliche Risiken nannte Koizumi zunehmend schwere Naturkatastrophen, Störungen der globalen Lieferketten sowie der Energieversorgung und eine sich schnell verändernde militärische Balance. Er warnte davor, dass weltweite Konflikte bereits die Lieferketten und Energievorräge erreichen. Diese Faktoren könnten das Risiko von Nötigungen gegenüber vulnerablen Akteuren und gefährlichen Fehlkalkulationen erhöhen. Er betonte, dass sich diese Krisen nicht nur summieren, sondern sich gegenseitig verstärken und überlappen.
Um diesen Herausforderungen zu begegnen, sieht Koizumi die Einheit der ASEAN als Grundlage für einen gemeinsamen Willen, während die Zentralität des Blocks die Umsetzung in gemeinsames Handeln ermöglichen soll. Die Widerstandsfähigkeit wiederum diene dazu, die Handlungsfähigkeit, die Entscheidungsautonomie und die Aufrechterhaltung wesentlicher Dienste auch in Krisenzeiten zu sichern. Zur Stärkung der Verteidigungskooperation im Rahmen des ASEAN Defense Ministers' Meeting-Plus (ADMM-Plus) schlug Koizumi drei Ansätze vor.
Zunächst forderte er eine Aktualisierung der Prioritäten der Expertengruppen (EWGs), die die Zusammenarbeit zwischen den ASEAN-Staaten und deren Dialogpartnern erleichtern. Dies sei notwendig, um neuen Herausforderungen wie künstlicher Intelligenz, unbemannten Systemen, komplexen Katastrophen und kritischer Unterwasserinfrastruktur gerecht zu werden. Zudem drängte er auf eine bessere Koordination zwischen diesen Gruppen, wobei er als Beispiel die gemeinsame Übung Trident Resolve in Indonesien im September anführte, bei der drei Expertengruppen in einer gemeinsamen Feldübung zusammenkamen. Er regte an, Mechanismen zu prüfen, um eine solche Kooperation trotz personeller und budgetärer Einschränkungen aufrechtzuerhalten. Ein dritter Punkt betrifft ein breiteres Engagement mit Ländern und Organisationen außerhalb des ADMM-Plus-Rahmens. Koizumi stellte jedoch klar, dass eine erweiterte Beteiligung an den Aktivitäten der Arbeitsgruppen die Autorität der ASEAN nicht schwächen dürfe und strikt von einer etwaigen Ausweitung der ADMM-Plus-Mitgliedschaft zu trennen sei. Er betonte, dass die Einbindung externer Akteure die Zentralität der ASEAN eher stärken als schwächen würde. Japan möchte die Optionen für die ASEAN-Mitglieder erweitern, ohne deren Prioritäten vorzugeben, und unterstützt die ASEAN-geführte Entscheidungsfindung.
Abschließend bekräftigte Koizumi, dass Japan alles tun werde, um die Entscheidungen der ASEAN in reale Stärke umzumünzen.






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