Politik: Surigao del Norte

Impeachment-Verfahren gegen Sara Duterte: Anklage erwartet heftige Verteidigung

Am 9. November soll das Verteidigungsteam der Vizepräsidentin Sara Duterte ihre Argumente vor dem Amtsenthebungsgericht präsentieren. Das Anklagegremium des Repräsentantenhauses stellt sich auf eine intensive Beweisaufnahme im Impeachment-Verfahren ein.

President Ferdinand Marcos der Philippinen – Portrait
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Die Vizepräsidentin hatte selbst im Mai 2025 angedeutet, dass sie bereit für einen „Blutbad“ sei, sollte das Verfahren im 20. Kongress tatsächlich durchgeführt werden. Der ehemalige Abgeordnete aus Surigao del Norte, Barbers, äußerte sich bei einem Pressebriefing erwartungsvoll über die bevorstehende Sitzung.

Die verbleibende Anklage stützt sich auf Artikel 2 des Verfahrens, der den Vorwurf unerklärlichen Vermögens betrifft. Dieser resultiert daraus, dass Vermögenswerte nicht in der offiziellen Erklärung (SALN) angegeben wurden. Zudem wird der Vizepräsidentin vorgeworfen, trotz verfassungsrechtlicher Verbote keine geschäftlichen Beteiligungen veräußert zu haben.

Nach Angaben der Anklagebehörde liegen Dokumente vor, die auf hunderte Millionen an nicht deklarierten Vermögenswerten hindeuten. Barbers betonte, dass die vorgelegten Bankunterlagen und Finanzdaten, die sowohl die Vizepräsidentin als auch ihren Ehemann betreffen, schwer zu bestreiten seien. Die Frage ist, ob die Verteidigung die Endsalden auf Bankbelegen oder die Abwesenheit von Nachweisen über Geschäftsveräußerungen entkräften kann.

Das Anklagegremium hatte zuvor drei weitere Vorwürfe fallen gelassen: Artikel 1 bezüglich Geheimgeldern, Artikel 3 wegen Bestechung sowie Artikel 4 wegen schwerer Drohungen gegen Präsident Ferdinand Marcos Jr. und dessen Familie. Die aktuelle Anklage basiert unter anderem auf den Zeugenaussagen des Anwalts und Wirtschaftsprüfers Alex Cabrera, der nach einer Prüfung von Steuererklärungen, Bankdaten und Unternehmensunterlagen zu dem Schluss kam, dass das Ehepaar Duterte-Carpio ein unerklärliches Vermögen zwischen 817 Millionen und 1,5 Milliarden Pesos angehäuft habe.