Gesellschaft: Landesweit

ACMobility startet Sicherheitsprogramm für Elektrofahrzeuge auf den Philippinen

Angesichts der zunehmenden Verbreitung von EV auf den Philippinen hat ACMobility, der Mobilitätsarm der Ayala-Gruppe, eine Initiative zur Förderung der Sicherheit im Umgang mit dieser Technologie gestartet. Im Rahmen des Programms „Drive Electric: EV Safety Program“, das während des 14. Philippine EV Summit im SMX Convention Center in Pasay vorgestellt wurde, sollen aktuelle und potenzielle Besitzer von Elektroautos umfassend über sicheres Laden, Fahrzeugwartung und Notfallmaßnahmen informiert werden. Ziel der Initiative ist es, das Vertrauen der Verbraucher zu stärken, indem häufige Bedenken hinsichtlich der EV-Technologie adressiert und die Bedeutung eines verantwortungsbewussten Umgangs betont werden.

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Quelle: PIA

Jaime Alfonso Zobel de Ayala, CEO von ACMobility, erklärte, dass das Ziel der Initiative nicht allein die Einführung von Elektrofahrzeugen sei. Vielmehr wolle man den Menschen helfen, die Technologie zu verstehen, damit sie sich bei der Umstellung auf elektrische Mobilität sicher und verantwortungsbewusst fühlen können.

Ein zentraler Aspekt der Aufklärung betrifft die korrekte Ladepraxis zu Hause. Der Automobil-Experte Caco Tirona, Senior Car Reviewer bei AutoDeal, warnte davor, den Ladevorgang als rein passiven Prozess zu betrachten. Er betonte, dass die Installation der Ladeinfrastruktur durch qualifizierte Fachkräfte erfolgen müsse, um Gefahren wie elektrische Brände durch unsachgemäße Installationen, beschädigte Kabel oder ungeeignete Verlängerungskabel zu vermeiden. Er empfahl ausdrücklich die Nutzung akkreditierter Installateure, wie etwa den Dienst Greenstrum von ACMobility. Zudem riet er dazu, Ladekabel von Wasser und Gehwegen fernzuhalten und bei ungewöhnlicher Hitzeentwicklung oder Rauchentwicklung den Ladevorgang sofort abzubrechen. Dabei sollten Fahrer auch auf Warnmeldungen des Fahrzeugs oder des Ladegeräts achten. Bei der Kompatibilität der Anschlüsse wies er darauf hin, dass in den Philippinen Type-2-Stecker für das Wechselstromladen (AC) und DC üblich sind. Fahrer sollten vorab die Spezifikationen ihres Fahrzeugs prüfen und sicherstellen, dass die Ladestation den passenden Anschluss unterstützt.

Auch das Thema Brandschutz bei Batterien wurde thematisiert. Tirona stellte klar, dass weder Elektrizität noch Benzin an sich unsicher seien, sondern die Gefahr erst durch den unsachgemäßen Umgang entstehe. Der Straßenverkehrsinstruktor Pacifico Tee ergänzte dies durch spezifische Sicherheitshinweise für Notfälle. Er behandelte Themen wie Notentriegelungen, Batteriesicherheit, Brandreaktion und das Navigieren durch Überschwemmungen. Er warnte beispielsweise eindringlich davor, nach einer Kollision freiliegende orangefarbene Hochspannungskabel zu berühren. Selbst wenn man den Stromkreis manuell unterbrechen könne, bestehe aufgrund von Restelektrizität weiterhin Lebensgefahr. Er riet dazu, gefährliche elektrische Komponenten überlassen geschulten Einsatzkräften zu überlassen. Fahrer sollten sich zudem vorab mit den Notentriegelungen der Türen und anderen Sicherheitsfunktionen ihrer Fahrzeuge vertraut machen.

Neben der technischen Sicherheit betonte Tee die Bedeutung des menschlichen Verhaltens. Müdigkeit, Ablenkung, Stress oder psychische Belastungen seien Risikofaktoren, die die Sicherheit unabhängig vom Antrieb des Fahrzeugs gefährden. Er wies darauf hin, dass persönliche Probleme die Konzentration am Steuer massiv beeinträchtigen können. Zu den routinemäßigen Kontrollen gehörten neben der Überprüfung der Reifen und Flüssigkeiten auch die Kontrolle der Armaturenbrett-Warnmeldungen sowie die Sicherstellung, dass Ladekabel vor der Weiterfahrt vollständig entfernt wurden.

Trotz der Sicherheitsaspekte bleibt das Sparpotenzial ein Hauptgrund für den Wechsel zu Elektroautos. Da Elektrofahrzeuge im Vergleich zu Verbrennern weniger bewegliche Teile haben, entfallen beispielsweise regelmäßige Ölwechsel. Laut Tirona können die Stromkosten für eine etwa 500 Kilometer lange Hin- und Rückfahrt von Manila nach Baguio bei einem batteriebetriebenen Elektrofahrzeug bei etwa 845 PHP liegen. Im Vergleich dazu lägen die Kosten für Diesel bei rund 4.700 PHP und für Benzin bei fast 4.900 PHP. Die tatsächlichen Kosten hängen jedoch von der Effizienz des Fahrzeugs, den jeweiligen Strom- und Kraftstoffpreisen sowie den Fahrbedingungen und Ladearrangements ab. Tirona betonte, dass die Sicherheitsanweisungen nicht dazu dienen sollen, die Menschen von der Nutzung der Technik abzuschrecken, sondern sie lediglich vorzubereiten.

Um die Infrastruktur weiter auszubauen, investiert ACMobility in das „Philippine EV Spine Network“, um den Zugang zu zuverlässigen Ladestationen landesweit zu verbessern. Ergänzend dazu bietet das Unternehmen mit „Power on Wheels“ einen mobilen DC-Schnellladedienst an, der die Lademöglichkeit direkt zu den Kunden bringt. Laut Angaben des Energieministeriums (Department of Energy) waren bis zum 31. August 2026 bereits 422 Anbieter von Ladestationen für Elektrofahrzeuge landesweit akkreditiert.