Präsident Marcos setzt auf Landwirtschaft und Infrastruktur zur Stabilisierung der Wirtschaft
EditPräsident Ferdinand Marcos Jr. hat eine Reihe von Maßnahmen angekündigt, um die wirtschaftliche Lage der Philippinen zu stabilisieren und die Lebensgrundlagen der Bevölkerung zu sichern. Im Fokus stehen dabei insbesondere die Unterstützung der Landwirtschaft gegen die Folgen des Klimawandels sowie massive Investitionen in das Straßennetz. Angesichts einer Inflation von 7,2 Prozent im September, einer Schwächung des Pesos sowie steigender Öl- und Kraftstoffpreise rief der Präsident die Bevölkerung zur Ruhe auf.
Bei der Einweihung des 1,49 Milliarden Pesos schweren Pamplona Solar Pump Irrigation Project im Barangay Gattu, Pamplona, Cagayan, sicherte der Präsident den Landwirten kontinuierliche Unterstützung zu. Angesichts der drohenden El Niño-Phase und steigender Produktionskosten setzt die Regierung verstärkt auf solarbetriebene Bewässerungssysteme, um die Wasserversorgung der Reisfelder sicherzustellen. Seit 2022 wurden landesweit etwa 3.000 solcher Systeme installiert. Marcos betonte die wirtschaftlichen Vorteile: Während konventionelle, treibstoffabhängige Systeme monatliche Betriebskosten von 300.000 bis 400.000 Pesos verursachen, können solarbetriebene Anlagen diese auf etwa 50.000 bis 100.000 Pesos senken. Dies soll den Landwirten ermöglichen, mehr Einkommen für ihre Familien und andere landwirtschaftliche Bedürfnisse zu behalten. Zudem versprach er, weitere Projekte zur Vorbereitung auf die Auswirkungen von El Niño zu beschleunigen.
Parallel zur Agrarpolitik treibt die Regierung den Infrastrukturausbau voran. Marcos kündigte ein geplantes Straßenprojekt im Wert von 120 Milliarden Pesos an, das Balintawak in Quezon City mit Bocaue in Bulacan verbinden soll. Ziel ist es, den Verkehrsfluss zu verbessern, Reisezeiten und Transportkosten zu senken sowie Arbeitsplätze zu schaffen und die wirtschaftliche Entwicklung durch erweiterte Infrastrukturinvestitionen anzukurbeln. Das Projekt soll in Zusammenarbeit der MVP Group und der San Miguel Corp. realisiert werden, nachdem der Präsident beide Konglomerate zur Zusammenarbeit bei der Erweiterung des Straßennetzes aufgerufen hatte. Zudem wurde die kostenlose Nutzung des neuen NLEX C5 Northlink-Abschnitts bis zum Jahresende angekündigt.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Förderung der Elektromobilität, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern. Bei einem Besuch der Sazgar-Anlage in Barangay Mamplasan, Biñan, Laguna, hob der Präsident das Potenzial von elektrischen Tricycles hervor. Diese Modelle können mit einer Ladung zwischen 100 und 210 Kilometer zurücklegen, was sie für den täglichen Einsatz in Städten und Provinzen geeignet macht. Die vollständige Aufladung der Fahrzeuge benötigt sechs bis acht Stunden. Die Senkung der Treibstoffkosten soll das tägliche Einkommen der Fahrer direkt erhöhen und die lokale Produktion von Elektrofahrzeugen unterstützen.
Im Bereich der öffentlichen Sicherheit und Justiz nahm der Präsident an der Feier zur 32. National Correctional Consciousness Week im New Bilibid Prison in Muntinlupa City teil. Dabei wurden 265 inhaftierte Personen entlassen, die ihre Strafen verbüßt hatten oder für eine Entlassung infrage kamen. Die Freilassungen verteilten sich auf verschiedene Einrichtungen, darunter 78 Personen aus dem New Bilibid Prison, 48 aus dem Davao Prison and Penal Farm, 42 aus dem Sablayan Prison and Penal Farm, 38 aus dem San Ramon Prison and Penal Farm, 31 aus dem Iwahig Prison and Penal Farm, 17 aus dem Leyte Regional Prison sowie 10 aus der Correctional Institution for Women. Eine Person wurde aus der CIW Iwahig entlassen. Zudem erhielten 16 Personen Begnadigungen durch die Exekutive. Laut dem Generaldirektor der Bureau of Corrections, Gregorio Catapang, basierten die Entlassungen auf vollendeten Bewährungszeiten, Haftentlassungen, Bewährung, Habeas Corpus oder anderen rechtlichen Verfahren.
Mit Blick auf die bevorstehenden Feiertage zum Allerheiligenfest (Undas) 2026 gab Marcos Entwarnung bezüglich der Reiseverkehrsplanung. Er wies Regierungsbehörden an, die Climate Change Consciousness Week zu unterstützen und Inspektionen an Busbahnhöfen und Flughäfen durchzuführen. Um lange Warteschlangen an Flughäfen zu vermeiden, wird das Personal an den Einreisekontrollen zwischen dem 30. Oktober und dem 3. November verstärkt. Zudem sollen digitale Systeme wie elektronische Gates (eGates) den Passagierprozess beschleunigen. Für den Busverkehr wurden von der Land Transportation Franchising and Regulatory Board (LTFRB) 1.000 Sondergenehmigungen für zusätzliche Busse erteilt, um Reisende in die Provinzen unterzubringen.
Der Präsident und die First Lady Liza Araneta-Marcos nahmen zudem an der Michelin Guide Manila & Cebu 2027 Zeremonie teil. Dabei wurde die lokale Küche als Grund für Reisen in das Land beworben, um den kulinarischen Tourismus zu fördern, der Arbeitsplätze schafft und Landwirten sowie Fischern zugutekommt. Durch die internationale Anerkennung der philippinischen kulinarischen Traditionen sollen mehr Touristen angezogen werden.
Abschließend nahm der Präsident an wichtigen diplomatischen und regionalen Zeremonien teil. Er empfing die Akkreditierung von vier neuen nicht-ansässigen Botschaftern im Malacañang-Palast: Nasser S.H. Shraideh aus Jordanien, Abakar Saleh Chahaimi aus dem Tschad, Ratu Isoa Delamisi Tikoca aus Fidschi und Telesphore Irambona aus Burundi. In Cotabato City nahm er zudem an der Eröffnung des Parlaments der Bangsamoro Autonomous Region in Muslim Mindanao (BARMM) im Shariff Kabunsuan Cultural Complex teil. Dies markiert das Ende der siebenjährigen Übergangsphase unter der Bangsamoro Transition Authority und den Beginn der ersten regulären parlamentarischen Regierung der Region, welche die Regierung voll unterstützen werde.






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