Philippinische Wahlbehörde testet Viber-Übertragung für Sonderwahl in Batanes
EditDie philippinische Wahlkommission (Comelec) plant, den Messenger-Dienst Viber als Pilotprojekt einzusetzen, um Wahlergebnisse bei der Sonderwahl in der Provinz Batanes schneller zu übermitteln. Ziel der Maßnahme ist es, die Auszählung zu beschleunigen und die Verkündung des Gewinners bereits am Wahlabend zu ermöglichen.
Die Sonderwahl am 28. November dient der Besetzung des Sitzes von Batanes im Repräsentantenhaus. Der Sitz wurde vakant, nachdem der bisherige Abgeordnete Ciriaco Gato Jr. im Alter von 66 Jahren verstorben war. Da es sich um eine manuelle Wahl und nicht um ein automatisiertes Verfahren handelt, sieht die Comelec die digitale Übermittlung als Möglichkeit, logistische Hürden zu überwinden.
Nach Angaben von Comelec-Vorsitzendem George Garcia soll die Neuerung die Übertragung der Ergebnisse von den kommunalen Wahlbehörden an die Provinzebene betreffen. Die Wahlbehörden in den Gemeinden, wie etwa in Itbayat, könnten die Resultate digital senden, sodass die Auszählung in der Provinzhauptstadt Basco auf Batan Island beginnen kann, ohne auf die physischen Dokumente warten zu müssen. Die Übermittlung per Viber erfolgt dabei nur mit ausdrücklicher Zustimmung der Kandidaten, deren Anwälten und der beteiligten Parteien.
Trotz der digitalen Komponente bleibt der physische Transport der Originaldokumente, wie das Zertifikat der Auszählung (CoC) und die Aufstellung der Stimmen pro Wahllokal (SoVP), für die spätere Verifizierung zwingend erforderlich. Der Transport von den einzelnen Wahllokalen zu den Gemeinden wird weiterhin physisch durchgeführt. Dies ist besonders wichtig, da die raue See in der Inselregion den Schiffsverkehr erschweren kann. In Gemeinden wie Itbayat oder Sabtang könnten hohe Wellen bereits ab dem frühen Nachmittag den Seeverkehr unterbrechen.
Die Wahlbehörde wird die geplante Neuerung vorab mit den vier Kandidaten und deren Vertretern besprechen. Die Bereitstellung der Wahlmaterialien und Ausrüstungen wird voraussichtlich bis zum 1. November abgeschlossen sein.






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