Sicherheit: Metro Manila

Philippinische Einwanderungsbehörde stärkt internationale Zusammenarbeit gegen Online-Betrug

Im Kampf gegen grenzüberschreitenden Online-Betrug und transnationale Kriminalität hat ein spezialisiertes Austauschprogramm in den USA stattgefunden, an dem die philippinische Einwanderungsbehörde (Bureau of Immigration, BI) teilgenommen hat. Während des dreiwöchigen Programms, das vom 3. bis zum 24. Oktober 2026 stattfand, wurden polizeiliche Lösungen gegen Internetbetrug und internationale Kriminalitätsnetzwerke diskutiert.

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Symbolbild: Envato

Das Programm war Teil des International Visitor Leadership Program (IVLP) des US-Außenministeriums, das seit 1940 den professionellen Wissensaustausch und die Stärkung der Beziehungen zwischen internationalen Führungspersönlichkeiten und US-amerikanischen Fachkräften fördert. An dem subregionalen Projekt mit dem Titel Law Enforcement Solutions to Combat Online Scams and Transnational Crime nahmen Beamte aus insgesamt neun Ländern teil, darunter Brunei, Kambodscha, Indonesien, Japan, Malaysia, Südkorea, Singapur, Thailand und die Philippinen. Die Delegierten stammten aus den Bereichen Strafverfolgung, Justiz, Cybersicherheit und Einwanderung. Das von der Organisation World Learning arrangierte Programm umfasste Stationen in Washington, D.C., Pittsburgh, Pennsylvania, sowie Seattle, Washington, wobei Kontakte zu Regierungsbehörden, Gerichten, Finanzinstituten, Technologieorganisationen und Gemeinschaftsgruppen geknüpft wurden.

Während des Aufenthalts tauschten sich die Teilnehmer über aktuelle Bedrohungen aus, wie Online-Betrug gegenüber Privatpersonen und betrügerische Anwerbeverfahren, bei denen Arbeitskräfte durch gefälschte Jobangebote ins Ausland gelockt werden. Die Diskussionen verdeutlichten zudem die engen Verbindungen zwischen Internetbetrug, Menschenhandel und anderen Formen der transnationalen Kriminalität. Ein zentrales Ziel des Austauschs war die Verbesserung der Koordination zwischen Regierungsbehörden, Finanzinstituten und Telekommunikationsanbietern, um Betrug zu verhindern und die Reaktion auf grenzüberschreitende Kriminalität zu verbessern. Die Teilnehmer betonten zudem die Bedeutung von Opferschutz, öffentlicher Aufklärung, dem Austausch von Informationen und der Achtung der Rechtsstaatlichkeit.

Die US-Partner präsentierten Ansätze zur Betrugsprävention, zur Unterstützung von Opfern sowie zur Sicherung digitaler Beweise. Auch die Einbindung privater Akteure und der Schutz besonders schutzbedürftiger Gruppen, wie etwa älterer Menschen, wurden thematisiert. Branchenvertreter diskutierten zudem, wie Personal an vorderster Front Warnsignale erkennen und potenzielle Opfer an die richtige Stelle weiterleiten kann. Laut Rendel Ryan Sy, dem stellvertretenden Leiter (Acting Chief) der Fugitive Search Unit (FSU) der BI, sei die Zusammenarbeit mit regionalen Nachbarn, US-Partnern und lokalen Gemeinschaften das wichtigste Instrument im Kampf gegen diese Verbrechen, da hinter jedem Betrug reale Opfer und Familien stünden.

Commissioner Joel Anthony M. Viado betonte, dass die internationale Kooperation und der Austausch von Informationen entscheidend seien, um flüchtige Kriminelle aufzuspüren, Netzwerke zu zerschlagen und die philippinische Bevölkerung vor ausländischen Kriminalstrukturen zu schützen. Er erklärte, dass transnationale Kriminalität eine koordinierte Antwort erfordere, die über Grenzen hinausgeht, und dass die Stärkung von Partnerschaften die Fähigkeit verbessere, flüchtige Täter zu verfolgen und die Nutzung philippinischen Territoriums durch ausländische Kriminalnetzwerke zu verhindern. Die Einwanderungsbehörde dankte dem US-Außenministerium, der US-Botschaft in Manila, World Learning sowie den beteiligten Gastorganisationen für die Ermöglichung des Austauschs.