National Bookstore setzt auf neue Ladenkonzepte und persönliche Leseerlebnisse
EditAdrian Ramos, der Präsident und CEO von National Bookstore (NBS), verfolgt mit der Weiterentwicklung der landesweit größten Buchhandlungskette einen neuen Ansatz. Anstatt sich rein auf die Warenpräsentation in Regalen zu konzentrieren, sollen die Filialen künftig als sogenannte „Third Spaces“ fungieren. Diese Orte sollen Kunden dazu einladen, zu verweilen, zu stöbern, kreativ zu sein und ganz in die Welt der Bücher einzutauchen. Ramos betont, dass das Ziel darin besteht, Buchhandlungen zu Orten zu machen, an denen sich Leser willkommen fühlen, egal, ob sie gerade Romantasy entdecken, Klassiker aus ihrer Kindheit wiederentdecken oder ihre ersten Mangas lesen.
Ein zentraler Bestandteil dieser Strategie ist die Gestaltung neuer Flaggschiff-Filialen, die als „Super Branches“ bezeichnet werden. Jede dieser Filialen soll eine eigene Persönlichkeit besitzen, während das Kernkonzept gleich bleibt: Das Entdecken von Büchern in eigenem Tempo soll gefördert werden. Ramos sieht in den Läden auch einen Ort für Kinder zum Spielen und für Menschen, die sich beim Lesen verlieren möchten.
Parallel dazu modernisiert das Unternehmen zahlreiche bestehende Filialen im ganzen Land. Diese Renovierungen sind eine Reaktion auf veränderte Einkaufsgewohnheiten und das sich wandelnde Kundenaufkommen nach der Pandemie. Ziel ist es, das Filialnetz an die aktuellen Bedürfnisse und die Standorte der Kunden anzupassen, um die Relevanz der Läden für die Art und Weise, wie Filipinos heute einkaufen und ihre Zeit verbringen, zu erhöhen. Zu den geplanten Neuerungen gehören auch die beliebten „Book Nook“-Wagen, die bereits auf großes Interesse bei der Leserschaft gestoßen sind. Für das Weihnachtsgeschäft werden zudem weitere Titel erwartet.
Ramos betont, dass die persönliche Verbindung zum Lesen entscheidend sei. Er sieht das Ziel nicht darin, Menschen von bestimmten Genres zu überzeugen, sondern ihnen dabei zu helfen, Geschichten zu finden, die sie persönlich ansprechen. Er vertritt die Ansicht, dass es keinen Streit über den persönlichen Geschmack geben könne, da jeder das lieben werde, was er liebe. Seine eigene Leseleidenschaft zeigt diese Offenheit: Während er früher weniger experimentierte, liest er heute bevorzugt Romantasy, Science-Fiction, Manga und leichte Unterhaltung, um sich vom Arbeitsalltag distanzieren zu können. Er beschreibt das Lesen oder Schauen von Medien als eine Form der Flucht, die so weit wie möglich von der Arbeit entfernt sein sollte. Er bevorzugt dabei leichte Inhalte wie Komödien oder Rom-Coms gegenüber schweren Dramen.
Zu seinen aktuellen Favoriten zählen beispielsweise Werke von Andy Weir wie „Project Hail Mary“, das ihn dazu veranlasste, auch „The Martian“ erneut zu lesen. Ebenso vertiefte er sich in die „The Inheritance Games“-Serie von Jennifer Lynn Barnes. Auch durch familiäre Einflüsse, etwa durch die Vorliebe seiner Frau für Krimis von Agatha Christie und Sherlock Holmes, erweiterte er seinen Horizont um das Genre der Mystery-Romane, das er zuvor nicht erkundet hatte. Zudem schätzt er Anime und Manga als alternative Wege des Geschichtenerzählens.






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