Gesellschaft: Metro Manila

Gesetz zur Entsorgung von Elektroschrott: Brian Yamsuan fordert strengere Regeln

Elektroschrott umfasst laut dem Entwurf unter anderem Computer, Mobiltelefone, Haushaltsgeräte sowie Kleingeräte wie USB-Adapter, Einweg-Vapes, Powerbanks und kleine Ventilatoren. Eine unsachgemäße Entsorgung kann giftige Substanzen wie Blei, Quecksilber und Cadmium freisetzen, die Luft, Boden und Wasser sowie die umliegenden Gemeinden belasten.

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Quelle: PIA

Der Abgeordnete für Parañaque City, Brian Yamsuan, hat den Kongress dazu aufgerufen, die Verabschiedung eines umfassenden Systems zur Sammlung, zum Recycling und zur Entsorgung von Elektroschrott zu beschleunigen. Mit dem Gesetzentwurf „National E-Waste Management Act“ (House Bill Nr. 11462) sollen klare Standards für die Entsorgung ausrangierter Elektronik geschaffen werden, um Gesundheitsrisiken und Umweltschäden abzuwenden. Yamsuan betonte, dass man nicht warten dürfe, bis das Problem aufgrund des schnellen technologischen Wandels unkontrollierbar wird.

Nach dem vorliegenden Entwurf soll das Ministerium für Umwelt und DENR die Federführung bei der Regulierung und Durchsetzung der Regeln für die Trennung, den Transport, die Lagerung und das Recycling von Elektroschrott übernehmen. Ein zentraler Bestandteil ist die Institutionalisierung der erweiterten Herstellerverantwortung (Extended Producer Responsibility, EPR). Demnach müssten Hersteller, Markeninhaber und Importeure Systeme zur Rückgewinnung oder sicheren Entsorgung der Produkte etablieren, die sie auf dem philippinischen Markt in Umlauf bringen.

Um die heimische Recyclingindustrie zu fördern und Arbeitsplätze zu schaffen, sieht das Gesetz Schulungen für Schrotthändler und Arbeiter im informellen Recyclingsektor vor. Diese sollen durch Schutzausrüstung und Akkreditierungen in die formalen Lieferketten integriert werden. Zudem sollen registrierte Unternehmen und akkreditierte Entsorgungsanlagen steuerliche Anreize im Rahmen des CREATE-Gesetzes erhalten. LGUs werden verpflichtet, die Elektroschrott-Sammlung in ihre Abfallwirtschaftspläne aufzunehmen und Informationskampagnen durchzuführen.

Verstöße gegen die Vorschriften, wie das illegale Verbrennen von Elektroschrott oder der Betrieb nicht akkreditierter Entsorgungsanlagen, sollen streng geahndet werden. Die Bußgelder bewegen sich zwischen 10.000 und 2 Millionen Pesos. Zudem drohen Freiheitsstrafen von zwei bis sechs Jahren sowie gemeinnützige Arbeit oder der Entzug von Geschäftslizenzen. Die Schwere der Strafe soll dabei von der Art des Verstoßes abhängen.

Die Notwendigkeit solcher Maßnahmen wird durch aktuelle Daten untermauert: Laut dem „Global E-Waste Monitor 2024“ der Vereinten Nationen gehören die Philippinen zu den größten Produzenten von Elektroschrott in Südostasien. Allein im Jahr 2022 fielen im Land etwa 537.000 Tonnen Elektroschrott an, was einer Menge von mehr als 13.000 Lastkraftwagen mit einer Traglast von jeweils 40 Tonnen entspricht.