ASEAN-Sondergesandte trifft Außenminister in Myanmar zur Lage des Bürgerkriegs
EditDie Sondergesandte der ASEAN für Myanmar, die philippinische Außenministerin Ma. Teresa P. Lazaro, hat am Donnerstag in der Hauptstadt Naypyitaw ein Treffen mit ihrem myanmarischen Amtskollegen Tin Maung Swe abgehalten. Im Zentrum der Gespräche standen der anhaltende Bürgerkrieg im Land sowie der Zugang zu humanitärer Hilfe.
Laut staatlichen Medien Myanmars wurde über Möglichkeiten gesprochen, die ursprüngliche Rolle und die Rechte des Landes innerhalb der ASEAN wiederherzustellen. Während das staatliche Medienorgan Global New Light of Myanmar dies am Freitag berichtete, machte das Büro von Lazaro in einer offiziellen Stellungnahme zu der Reise keine Angaben zu einer solchen Diskussion über die Wiederherstellung der ASEAN-Rolle.
Ein weiteres Thema des Besuchs war die Situation der inhaftierten Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi. Laut einem Bericht des philippinischen Mediums Bilyonaryo, das die Reise begleitete, erkundigte sich Lazaro nach ihrem Zustand. Die Antwort darauf sei positiv ausgefallen und es wurde berichtet, dass es ihr gut gehe. Das Büro der Sondergesandten selbst erwähnte ein solches Gespräch jedoch nicht.
Die myanmarische Regierung, die vom Militär gestützt wird, strebt eine Normalisierung der Beziehungen zur ASEAN an. Seit dem Militärputsch im Jahr 2021 wurde die Führung des Landes von den Gipfeltreffen ausgeschlossen, da es nicht gelang, die Konflikte zu entschärfen. Der darauffolgende Bürgerkrieg hat Schätzungen zufolge rund 100.000 Menschen das Leben gekostet und mehr als 3,5 Millionen Menschen zur Flucht gezwungen. Tin Maung Swe erklärte, Myanmar arbeite an der Umsetzung des Fünf-Punkte-Friedensplans der ASEAN, wobei nationale Interessen und Souveränität gewahrt bleiben müssten. Bereits im August hatte die Regierung Myanmars erklärt, dass ein Sondergesandter der ASEAN nicht mehr notwendig sei.




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