Philippinen setzen Strategie gegen moderne Sklaverei fort
EditDie Philippinen haben es mit moderner Sklaverei zu tun, die sich in verschiedenen Formen äußert. Neben der traditionellen Arbeitsausbeutung existieren nun komplexe, grenzüberschreitende Betrugssysteme, bei denen Menschen zur Ausführung von Online-Investment- oder Lievesbetrug gezwungen und dabei misshandelt werden.
Zu den genannten Gefahren gehören auch betrügerische Offshore-Operationen. Zudem verschärfen Armut und der digitale Zugang die Ausbeutung von Kindern, die direkt aus ihren Wohnorten an ausländische Käufer vermittelt werden. Auch illegale Leihmutterschaftsverträge im Ausland stellen ein Risiko dar, bei dem schutzbedürftige Filipinas durch hohe Versprechen in rechtlich unsichere Situationen gelockt werden.
Die philippinische Regierung setzt auf einen umfassenden „Whole-of-Nation“-Plan, um moderner Sklaverei entgegenzuwirken. Nicholas Felix Ty, Unterstaatssekretär im Justizministerium (DoJ) und Leiter des Inter-Agency Council Against Trafficking (IACAT), erklärte, dass die Bemühungen zeigen sich auch in internationalen Bewertungen: Die Philippinen behielten im aktuellen Bericht des US-Außenministeriums zum Menschenhandel den Tier-1-Status, den das Land bereits seit elf aufeinanderfolgenden Jahren hält. Ty betonte jedoch, dass dieser Spitzenstatus vor allem für die kontinuierliche Durchsetzung von Gesetzen und die staatliche Reaktion stehe, nicht für die vollständige Ausrottung des Menschenhandels.




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