Reise & Visa: Metro Manila

Jordan plant verstärkte Zusammenarbeit im Tourismus mit den Philippinen

Jordan strebt eine Intensivierung des kulturellen Austauschs und des Tourismus mit den Philippinen an. Wie der jordanische Botschafter in Manila, Nasser Shraideh, mitteilte, sollen die Bürger beider Länder verstärkt die Sehenswürdigkeiten der jeweils anderen Nation entdecken können. Ziel sei es, durch den Tourismus die Kulturen und die Menschen einander näherzubringen.

Philippines passport on travel luggage. The concept of travel and vacation
Symbolbild: Envato

Ein zentraler Schritt zur Förderung des Reiseverkehrs ist für Anfang 2027 geplant: Der jordanische Tourismusminister soll Manila besuchen. Ziel des Besuchs ist die Unterzeichnung einer Absichtserklärung (Memorandum of Understanding, MOU) mit dem philippinischen Tourismusministerium (Department of Tourism, DOT). Durch dieses Abkommen sollen die Besucherströme zwischen den beiden Ländern gezielt gesteigert werden. Der Minister möchte bei seinem Besuch nicht nur sein philippinisches Gegenstück treffen, sondern auch direkt mit lokalen Akteuren wie Reiseveranstaltern und Reisebüros in Kontakt treten, um Jordanien vorzustellen.

Botschafter Shraideh betonte, dass Tourismus nicht nur ein Selbstzweck sei, sondern ein Mittel, um die Menschen in Jordanien und auf den Philippinen einander näherzubringen. Er hob die Vielfalt Jordaniens hervor, darunter die antike Stadt Petra, die als eines der sieben Weltwunder gilt, sowie das Tote Meer, den tiefsten Punkt der Erde. Auch die Wüste Wadi Rum, die als „Stück vom Mars“ beschrieben wird und als Drehort für Science-Fiction-Filme wie „Star Wars“ bekannt ist, wurde als Attraktion genannt. Shraideh verwies zudem darauf, dass Jordanien über menschliche Spuren verfügt, die mehr als zwei Millionen Jahre zurückreichen. Er betonte zudem die Gastfreundschaft und die erstklassigen Tourismus- und Gastronomieangebote des Landes, wobei er anstrebte, Dienstleistungen und Produkte speziell auf die Bedürfnisse philippinischer Reisender zuzuschneiden.

Gleichzeitig möchte Jordanien den Tourismus als wechselseitigen Prozess gestalten. Shraideh drückte den Wunsch aus, dass auch mehr jordanische Staatsbürger die Philippinen besuchen, etwa um die jahrtausendealten, handgehauenen Reisterrassen in Ifugao zu besichtigen, die oft als das achte Weltwunder bezeichnet werden und zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören. Zudem sieht er in Jordanien ein Tor für philippinische Pilger, die religiöse Stätten besuchen möchten. Im Jahr 2030 steht das 2.000-jährige Jubiläum der Taufe Jesu im Jordanfluss an, ein Ereignis, das Jordanien für philippinische Besucher besonders hervorheben möchte.

Da es derzeit keine Direktflüge zwischen Manila und Amman gibt, wird an Lösungen für eine bessere Anbindung gearbeitet. Shraideh schlug vor, die Verbindungen über Zwischenstopps in einem Drittland in der jeweiligen Region zu ermöglichen. Bei den Gesprächen zur bilateralen Zusammenarbeit war er in Begleitung des ehrenamtlichen Konsuls Jordaniens auf den Philippinen, Michael Alexander Ang. Shraideh traf sich zudem mit dem stellvertretenden Unterstaatssekretär des DOT, Stanley Ng, sowie mit der geschäftsführenden Außenministerin der Philippinen, Tess Dizon De Vega. Des Weiteren fanden Treffen mit dem Protokollchef des Außenministeriums, dem Direktor des Büros für Nahost- und Afrikapolitik sowie Vertretern der Philippine Tour Operators Association Inc. statt.

Die diplomatischen Beziehungen zwischen den beiden Ländern bestehen seit 1976. Im Jahr 2025 war Jordanien der 82. Handelspartner der Philippinen. Vor seiner diplomatischen Tätigkeit in Manila war Shraideh unter anderem stellvertretender Ministerpräsident für Wirtschaft Angelegenheiten, Minister für die Modernisierung des öffentlichen Sektors (2022 bis 2024) sowie Minister für Planung und internationale Zusammenarbeit (2020 bis 2022).