Sicherheit: Metro Manila

ASEAN verstärkt Kampf gegen Cyberkriminalität und Menschenhandel

Die Mitgliedstaaten der ASEAN intensivieren ihre Zusammenarbeit im Kampf gegen Cyberkriminalität, Online-Betrug und Menschenhandel. Wie Innenminister Jonvic Remulla am Mittwoch während des 20. ASEAN-Ministertreffens zur transnationalen Kriminalität in Makati City erklärte, nutzen kriminelle Syndikate zunehmend moderne Technologien, um grenzüberschreitend zu agieren. Die Strategien der Mitgliedstaaten müssten daher modernisiert werden, um mit den immer komplexer werdenden Netzwerken Schritt zu halten.

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Symbolbild: Envato

Remulla betonte, dass sich die Sicherheitslage seit 1997 grundlegend verändert habe. Online-Betrug, Identitätsdiebstahl, Geldwäsche und Drogenhandel würden mittlerweile eng miteinander verknüpft sein und sich mit der Geschwindigkeit moderner Technologien über Grenzen hinweg bewegen. Ein besonderer Fokus liege auf der ASEAN-Erklärung zum Schutz von Kindern vor sexuellem Missbrauch und Ausbeutung im Internet, wobei auch Bedrohungen durch KI-generierte Inhalte thematisiert wurden.

Im Rahmen des Treffens diskutierten die Minister zudem den ersten regionalen Bericht der ASEAN zum Menschenhandel. Zudem verabschiedeten die ASEAN sowie ihre Dialogpartner Japan, Südkorea und China eine gemeinsame Erklärung zur Zusammenarbeit gegen Menschenhandel, Terrorismus und Cyberkriminalität. Remulla verwies dabei auf den Erfolg der Kooperation und hob hervor, dass die Philippinen im US-Menschenhandelsbericht bereits das elfte Jahr in Folge die höchste Einstufung (Tier 1) behalten haben.

Der Innenminister warnte zudem vor einer taktischen Veränderung der Betrugssyndikate: Anstatt große Einrichtungen zu nutzen, wie es früher bei Offshore-Gaming-Betreibern der Fall war, weichen die Gruppen nun auf kleinere Wohnhäuser aus, um der Entdeckung zu entgehen. In diesen gemieteten Häusern werden jeweils etwa 10 bis 20 Personen untergebracht. Die Behörden verfolgen diese kleineren Einheiten nun einzeln. In Metro Manila werden derzeit drei mutmaßliche Betrugszentren überwacht, in die angeblich ehemalige Polizisten und Militärangehörige verwickelt sind.

Als Beispiele für erfolgreiche Maßnahmen nannte Remulla eine Rettungsaktion von Filipinos aus Betrugsoperationen in Kambodscha sowie die Beschlagnahmung von über 500 Kilogramm mutmaßlichem Shabu in Laos Anfang dieses Monats. Zudem verwies er auf einen Einsatz in Zamboanga Sibugay am 2. Oktober, bei dem 244 Ausländer, überwiegend chinesische Staatsangehörige, festgenommen oder gerettet wurden. Zur Bekämpfung der transnationalen Netzwerke seien ein verstärkter Austausch von Geheimdienstinformationen, eine sicherere Grenzkontrolle und eine engere grenzüberschreitende Strafverfolgung unerlässlich.