Sicherheit: Landesweit

Philippinische Polizei verstärkt Kampf gegen grenzüberschreitende Kriminalität durch ASEAN-Kooperation

Die PNP hat angekündigt, ihre Bemühungen zur Zerschlagung transnationaler krimineller Netzwerke massiv zu intensivieren. Laut Polizeichef General Jose Melencio Nartatez Jr. sollen verstärkt auf Geheimdienstinformationen gestützte Operationen sowie eine engere grenzüberschreitende Zusammenarbeit eingesetzt werden. Ziel ist es, Organisationen zu bekämpfen, die in den Bereichen Menschenhandel, Cyberkriminalität, Drogenhandel, Geldwäsche und Waffen-Schmuggel tätig sind.

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Symbolbild: Envato

Grundlage für diese Strategie sind die Beschlüsse des 20. Ministertreffens der ASEAN zur transnationalen Kriminalität (AMMTC), das vom 19. bis 21. Oktober stattfand. Die Philippinen fungierten dabei als Vorsitz der ASEAN. Innenminister Jonvic Remulla leitete die Gespräche, bei denen es primär um die Stärkung der regionalen Zusammenarbeit gegen grenzüberschreitende Aktivitäten ging.

Nartatez betonte, dass die regionalen Vereinbarungen in messbare Ergebnisse vor Ort umgesetzt werden müssen. Da kriminelle Syndikate zunehmend Technologien und rechtliche Lücken zwischen den Ländern ausnutzen, müsse die Polizei schneller reagieren. Die PNP plant daher, die digitalen Ermittlungskapazitäten auszubauen, die Zusammenführung von Geheimdienstinformationen zu verbessern sowie in spezialisierte Schulungen und neue Technologien zu investieren. Ein schneller Informationsaustausch in Echtzeit zwischen den Strafverfolgungsbehörden der ASEAN-Staaten soll dabei helfen, flüchtige Täter effektiver aufzuspüren und Netzwerke bereits in einem frühen Stadium zu zerschlagen.

Im Rahmen der Treffen fanden zudem Konsultationen mit China, Japan und Südkorea statt. Dabei standen insbesondere die Bekämpfung des sexuellen Missbrauchs von Kindern im Internet, unter Nutzung von digitalen Plattformen und künstlicher Intelligenz, sowie die Verbesserung der Notfallvorsorge und Katastrophenhilfe im Fokus.