Thailand begrüßt US-Engagement in Myanmar vor ASEAN-Gipfel in Manila
EditThailand hat das Engagement der USA gegenüber Myanmar positiv bewertet. Wie der thailändische Außenminister und stellvertretende Premierminister Sihasak Phuangketkeow gegenüber Reuters am Freitag erklärte, wolle man verhindern, dass Myanmar isoliert bleibt oder zum Schauplatz geopolitischer Rivalitäten wird. Das Engagement der USA wird daher ausdrücklich begrüßt.
Laut Phuangketkeow bedeute ein solcher Dialog nicht die Legitimierung des Regimes in Myanmar. Vielmehr stehe die Förderung einer friedlichen Konfliktlösung sowie die Versöhnung mit der Opposition im Vordergrund. Dies folgt auf Gespräche zwischen den USA und der militärgestützten Regierung Myanmars in Tokio vor zwei Wochen, was das zweite Treffen innerhalb eines Monats markiert.
Im Hinblick auf den kommenden ASEAN-Gipfel im November in Manila erwartet Thailand tiefgreifende Diskussionen über das weitere Vorgehen mit Myanmar, das seit dem Putsch im Jahr 2021 von der Organisation ausgeschlossen ist. Phuangketkeow wies auf eine gewisse Verschiebung in der Position der ASEAN hin, da der myanmarische Präsident Min Aung Hlaing zuletzt Länder wie Laos, Kambodscha, Vietnam, Thailand und Malaysia besuchte. Es bleibe jedoch unklar, ob der Gipfel in Manila die Wiederherstellung der vollen Repräsentation Myanmars behandeln wird.
Neben der Myanmar-Frage thematisierte der Außenminister die Grenzstreitigkeiten zwischen Thailand und Kambodscha. Er äußerte sich optimistisch, dass die langjährigen Konflikte um Land- und Seegrenzen innerhalb von 12 bis 18 Monaten gelöst werden könnten, sofern zunächst Vertrauen aufgebaut und Sicherheitsbedenken an der Landgrenze geklärt würden. Im Juni leitete Kambodscha ein Schlichtungsverfahren nach dem UN-Seerechtsübereinkommen ein, nachdem Thailand im Mai ein gemeinsames Entwicklungsmodell aus dem Jahr 2001 beendet hatte.
Der maritime Streit betrifft etwa 26.000 Quadratkilometer im Golf von Thailand, in denen Öl- und Gasreserven im Wert von rund 300 Milliarden US-Dollar vermutet werden. Thailand fordert eine klare Grenzziehung, bevor über die Aufteilung der Ressourcen verhandelt wird. Zudem befinden sich die Freihandelsgespräche zwischen Thailand und der EU in der Endphase und könnten bei politischem Willen bis zum Jahresende abgeschlossen werden.






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