Gesetzgeber in den Philippinen plant Zusatzleistungen für Waldbrandbekämpfer
EditIn den Philippinen kämpfen Einsatzkräfte bei Waldbränden oft unter extremen Bedingungen, um Gemeinden, Waldressourcen und die Umwelt vor zerstörerischen Bränden zu schützen. Die Gefahren, denen sie sich dabei aussetzen, sollen nun mit einer neuen Gesetzgebung anerkannt werden. Mit dem Gesetzentwurf House Bill Nr. 1155 will die Abgeordnete Caroline Agyao Einsatzkräften bei Waldbränden medizinische Unterstützung, spezielle Anreize und zusätzliche Leistungen gewähren.
Der Entwurf mit dem Titel „An Act Providing Medical Assistance and Special Incentives and Benefits to Forest Fire Responders, and Appropriating Funds Therefor“ sieht einen gesetzlichen Rahmen vor, um staatliche Hilfe für Personal bei Waldbrand-Einsätzen zu institutionalisieren. Dies umfasst neben der medizinischen Versorgung auch die Bereitstellung von finanziellen Mitteln, die im Gesetz als Zweckbindung für diese Leistungen vorgesehen sind. Der Gesetzentwurf wurde bereits an den Ausschuss für natürliche Ressourcen des Repräsentantenhauses verwiesen, der nun über die Maßnahme beraten wird.
Die Brandbekämpfung in bergigen und dicht bewaldeten Gebieten, wie in der Region Cordillera, birgt erhebliche berufliche Risiken. Waldbrände stellen hier eine wiederkehrende Bedrohung für Kiefernwälder, Wassereinzugsgebiete, die Artenvielfalt sowie landwirtschaftliche Flächen dar. Die Einsatzkräfte müssen oft in schwierigem Gelände arbeiten, schwere Ausrüstung über weite Strecken tragen und mit unvorhersehbaren Windverhältnissen sowie extremen Temperaturen kämpfen. Die gesundheitlichen Risiken für das Personal sind vielfältig und umfassen Verbrennungen, Verletzungen durch herabstürzende Bäume oder instabilen Boden sowie Exposition gegenüber Rauch und intensiver Hitze, die zu Atemwegsproblemen, Dehydrierung und Erschöpfung führen können.
Eine angemessene medizinische Versorgung, Schutzausrüstung, Notfallvorsorge und institutionelle Unterstützung seien daher unerlässlich, betont Agyao. Besonders in Provinzen wie Kalinga, Benguet, Mountain Province, Ifugao, Abra und Apayao, die durch weite Waldflächen und schwieriges Terrain geprägt sind, spielen diese Einsatzkräfte eine entscheidende Rolle für die öffentliche Sicherheit und den Umweltschutz. Durch die Eindämmung von Bränden sichern sie nicht nur Ökosysteme, sondern schützen auch die Wasserversorgung der Gemeinden und verhindern, dass Feuer auf besiedelte Gebiete übergreifen. Die Maßnahme soll Waldschutz- und Brandpräventionsprogramme durch politische Regelungen ergänzen, die die beruflichen Risiken der Ersthelfer offiziell anerkennen. Dies umfasst auch die finanzielle Absicherung für Einsatzkräfte, die sich während ihrer Dienstzeit Verletzungen zuziehen oder gesundheitliche Komplikationen erleiden.





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