Gesellschaft: Landesweit

Forum fordert besseren Zugang zu Medikamenten auf den Philippinen

Regierungsvertreter, Führungskräfte der Pharmaindustrie und Patientenvertreter haben sich beim „2026 Health for Juan and Juana Forum“ für eine schnellere Zulassung von Medikamenten, eine nachhaltige Finanzierung des Gesundheitswesens und stabilere Lieferketten ausgesprochen. Ziel ist es, die Barrieren zu überwinden, die viele Filipinos, insbesondere in ländlichen Regionen, am Zugang zu notwendigen Behandlungen hindern.

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Symbolbild: Envato

Anlässlich des 80. Jubiläums der Pharmaceutical and Healthcare Association of the Philippines (PHAP) wurde unter dem Motto „Breaking Barriers to Medicine Access“ diskutiert, dass medizinische Innovationen allein nicht ausreichen. Hohe Kosten, eine begrenzte Abdeckung durch Versicherungen, Engpässe und komplizierte Verfahren zur finanziellen Unterstützung verhinderten oft die tatsächliche Nutzung neuer Therapien.

Dr. Diana Edralin, Präsidentin der PHAP, betonte die Notwendigkeit einer engeren Abstimmung zwischen Regierungsbehörden, lokalen Verwaltungen und dem Privatsektor. Sie warnte davor, dass Verzögerungen bei der Zulassung oder Finanzierung schwerwiegende Folgen für Patienten mit Krebs oder seltenen Erkrankungen haben könnten, da Krankheiten während der Wartezeit fortschreiten können. Edralin sprach sich für die „Unified National Agenda for Health“ aus, wobei sie eine Stärkung der Primärversorgung, erweiterte Leistungen der PhilHealth für Medikamente sowie eine verbesserte Beschaffung und Lieferplanung als Prioritäten nannte.

Vertreter der Food and Drug Administration (FDA) nannten als Gründe für Verzögerungen bei der Registrierung unter anderem einen Mangel an Gutachtern, Personalfluktuation, unvollständige technische Unterlagen und Defizite in den digitalen Systemen. Die Industrie schlug vor, Beratungen vor der offiziellen Einreichung zu nutzen und die Bewertungen international anerkannter Behörden stärker einzubeziehen, um Doppelarbeit zu vermeiden. Die FDA hielt jedoch fest, dass schnellere Prüfungen die Standards für Qualität und Sicherheit nicht gefährden dürfen und ausländische Zulassungen keine automatische lokale Genehmigung bedeuten.

Patientenvertreter forderten eine stärkere Beteiligung an Entscheidungen über die Kostenübernahme von Medikamenten. In Zeugenaussagen berichteten Karen Villanueva und Girlie Lorenzo von der enormen Belastung durch bürokratische Anforderungen, Reisekosten und die ständige Suche nach finanzieller Hilfe. Auch Reynaldo Abacan Jr. von Dialysis PH wies auf die Schwierigkeiten hin, in Provinzgemeinden Garantieschreiben zu erhalten und die kontinuierliche Behandlung sicherzustellen.

Auf lokaler Ebene wies ein Vertreter der Regierung von Quezon City darauf hin, dass jährliche Beschaffungszyklen oft nicht mit der tatsächlichen Nachfrage Schritt halten können. Als Lösungsansätze wurden unter anderem das Modell der „Pambansang Botika“-Gemeinschaftsapotheken und Sammelbeschaffungen genannt, um die Erschwinglichkeit zu erhöhen. Zudem wurde die Problematik von nicht registrierten Medikamenten in sozialen Medien thematisiert, was eine verstärkte Kontrolle durch die Gesundheitsbehörden und das DTI erfordere.

In seinem Abschlusswort mahnte Teodoro Padilla, dass der Erfolg des Forums nicht an der Anzahl der Empfehlungen, sondern an der tatsächlichen Verbesserung des Medikamentenzugangs gemessen werden müsse. Der Zugang zu lebensnotwendigen Mitteln dürfe nicht dauerhaft von temporären Programmen oder der individuellen finanziellen Leistungsfähigkeit der Patienten abhängen, sondern müsse ein verlässlicher Bestandteil des Gesundheitssystems für alle Filipinos werden.