Sicherheit: Batangas, Laguna, Metro Manila
Flucht des Geschäftsmanns Atong Ang nach Kambodscha vermutet
EditDer gesuchte Geschäftsmann Charlie „Atong“ Ang hat die Philippinen verlassen und wurde zuletzt in Kambodscha gesehen, wie Innenminister Jonvic Remulla am Dienstag mitteilte. Die Behörden zeigen sich zuversichtlich, dass sich Ang in diesem Gebiet aufhält. Damit stellt sich erneut die Frage, wie der Mann trotz laufender Fahndungsmaßnahmen der philippinischen Nationalpolizei (PNP) und anderer Strafverfolgungsbehörden entkommen konnte.
Gegen Ang liegen Haftbefehle der Gerichte in Batangas und Laguna vor. Ihm werden Entführung, schwere rechtswidrige Freiheitsberaubung und Totschlag vorgeworfen. Er steht im Verdacht, die Entführung und mutmaßliche Tötung zahlreicher Hahnenkämpfer, sogenannter Sabungeros, geplant zu haben. Einige der Betroffenen sollen getötet worden sein, nachdem sie des Betrugs bei Hahnenkämpfen verdächtigt wurden. Die Vorwürfe sind Gegenstand laufender Gerichtsverfahren.
Innenminister Remulla äußerte zudem die Vermutung, dass Ang möglicherweise 3 Milliarden US-Dollar in Kryptowährungen umgewandelt hat. Er gab an, dass der Geschäftsmann über ausreichende Mittel verfüge, um Personen für seine Flucht vor der Justiz zu bezahlen. Eine unabhängige Bestätigung für die Summe oder die Umwandlung in Kryptowährungen liegt bislang nicht vor.
Die Ermittlungen zur Flucht von Ang verliefen in der Vergangenheit widersprüchlich. Während kambodschanische Behörden im Februar erklärten, in ihren Einreise- und Ausreiseregistern keine Aufzeichnungen über Ang zu finden, vermutete Remulla damals noch, er befinde sich auf den Philippinen. Im April gab es Berichte über Sichtungen in einem nicht näher genannten Ort im Inland, doch anschließende Operationen blieben erfolglos. Die Regierung hat für Informationen, die zur Festnahme von Ang führen, eine Belohnung von 20 Millionen Pesos ausgelobt.




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