EU unterstützt Philippinen mit Millionenbetrag für maritime Überwachung
EditDie weitläufigen Gewässer des philippinischen Archipels sollen besser überwacht werden. Dazu stellt die Europäische Union der philippinischen Marine 15 Millionen Euro, umgerechnet etwa eine Milliarde Pesos, zur Verfügung. Die Mittel dienen dem Erwerb von Küstenradaren, Überwachungskameras und Geräten zur Detektion von Radarsignalen.
Dieses Hilfspaket war im laufenden Monat erneut Gegenstand philippinisch-europäischer Sicherheitsgespräche. Es handelt sich dabei um die erste militärische Unterstützungsmaßnahme der EU für die Philippinen im Rahmen der European Peace Facility, die die Verteidigungsfähigkeit von Partnerländern stärken soll. Das Paket wurde bereits im Juli nach einem Antrag Manilas im vergangenen Jahr genehmigt.
Die technische Aufrüstung soll den Behörden helfen, Aktivitäten auf See frühzeitig zu erkennen und Vorfälle besser dokumentieren zu können. Besonders relevant ist dies im Westphilippinischen Meer, wo Schiffe der chinesischen Küstenwache und maritime Milizen wiederholt philippinische Patrouillen konfrontiert, Versorgungsmissionen blockiert und lokale Fischer behindert haben.
Die neue Ausrüstung wird der philippinischen Marine zwar mehr Informationen über den Schiffsverkehr liefern, sie bietet jedoch keine Mittel, um chinesische Schiffe aktiv zu vertreiben. Die Unterstützung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Manila aufgrund begrenzter Kapazitäten bei Schiffen, Flugzeugen und Überwachungstechnik Schwierigkeiten hat, die mehr als 7.600 Inseln des Landes effektiv zu kontrollieren.


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