Wirtschaft: Cebu, Rizal

Zementhersteller CHP setzt auf Wasserrecycling gegen El Niño-Risiken

Durch El Niño droht Wasserknappheit, die die Zementproduktion beeinträchtigen könnte. Um dies zu verhindern, setzt das Unternehmen Concreat Holdings Philippines (CHP) auf fortschrittliche Recycling-Systeme. Durch die Wiederverwendung von Wasser an seinen zwei Standorten plant das Unternehmen, jährlich etwa 50 Millionen Liter Wasser zu recyceln.

Lush tropical island paradise in siargao, philippines, showing stilt houses and palm trees
Symbolbild: Envato

Die Maßnahmen betreffen die Werke APO Cement in Naga (Cebu) und Solid Cement in Antipolo (Rizal). Laut CHP dienen die Systeme zur Wasserrückgewinnung dazu, die tägliche Produktion zu gewährleisten und gleichzeitig die Abhängigkeit von Frischwasserquellen zu verringern. Dies soll betriebliche Unterbrechungen durch längere Trockenperioden und extreme Wetterbedingungen minimieren.

Am Standort APO Cement in Cebu werden jährlich rund 27 Millionen Liter Wasser durch Aufbereitungs- und Recyclinganlagen zurückgewonnen. Zwischen 2021 und 2025 konnte das Werk durch Umkehrosmose-Verfahren insgesamt 75 Millionen Liter Wasser gewinnen, was etwa 30 olympischen Schwimmbecken entspricht. Anstatt das aufbereitete Wasser in Kanäle abzuleiten, nutzt die Anlage es direkt für den Betrieb. Zudem sammelt das Werk Regenwasser in einem Schlammbecken für die Straßenbewässerung und allgemeine Reinigungsarbeiten. Wasser aus Kühltürmen wird zudem für den Brandschutz und zur Staubunterdrückung eingesetzt.

Das Werk Solid Cement nutzt ein geschlossenes Kreislaufsystem, um verarbeitetes Wasser kontinuierlich wiederzuverwenden und den Bedarf an Grundwasser zu begrenzen. Das gewonnene Wasser kommt auch bei der Gasaufbereitung und der Staubbekämpfung zum Einsatz, was die Emissionskontrolle unterstützt und den Abwasseranfall aus Kühlprozessen reduziert. Herbert Consunji, Präsident und CEO von CHP, erklärte, dass Wasserschutz ein wesentlicher Bestandteil eines verantwortungsvollen Betriebs sei.