Verteidigungsminister Teodoro warnt vor chinesischen Maßnahmen am Ayungin Shoal
EditDer philippinische Verteidigungsminister Gilberto Teodoro Jr. hat davor gewarnt, dass jeder Versuch Chinas, das auf Grund gelaufene Marinefartzeug BRP Sierra Madre vom Ayungin Shoal wegzuschleppen, einem Kriegshandlung gegen die Philippinen gleichkäme. Teodoro erklärte am Freitag, dass das Land zunehmend sowohl subtilen als auch offener Drohungen ausgesetzt sei. Ein gewaltsames Entfernen des Schiffes stelle eine ernsthafte Bedrohung für die militärische und nationale Sicherheit des Landes dar.
Das Schiff BRP Sierra Madre wurde im Jahr 1990 absichtlich am Ayungin Shoal, international auch als Second Thomas Shoal bekannt, auf Grund gesetzt. Es dient als permanenter militärischer Außenposten, um die Souveränitätsrechte der Philippinen in diesem Gebiet der Spratly-Inseln zu behaupten. Das Riff liegt innerhalb der ausschließlichen Wirtschaftszone der Philippinen, wird jedoch von China beansprucht, das wiederholt Versorgungsmissionen für die dort stationierten Soldaten behindert hat.
Die Warnung des Ministers erfolgt vor dem Hintergrund von Berichten über zehn mögliche Gegenmaßnahmen Chinas gegen die Philippinen. Zu diesen nicht offiziell bestätigten Maßnahmen gehören unter anderem das Abschleppen der Sierra Madre, die Blockade philippinischer Versorgungsmissionen sowie wirtschaftliche Sanktionen. Mögliche Einschränkungen bei der Lieferung von Öl und Düngemitteln könnten zudem den Handel, die Energieversorgung und die Landwirtschaft beeinträchtigen. Teodoro stellte jedoch klar, dass die formelle Kriegserklärung eine verfassungsrechtliche Angelegenheit sei, die den Präsidenten und den Kongress involviere.






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