Wirtschaft: Landesweit

Großprojekt in Puerto Princesa: Neuer Entwicklungsplan für Santa Lucia kombiniert Tourismus und Naturschutz

Für das Santa Lucia Environmental Estate in Puerto Princesa wurde ein umfassender Zehnjahresplan vorgestellt, der darauf abzielt, Tourismus, Wohnraum, Gewerbeflächen und den Schutz von Mangroven miteinander zu verknüpfen. Das Projekt soll gezielt private Investitionen anziehen und die lokale Wirtschaft stärken. Dabei steht die Frage im Vordergrund, wie das touristische Potenzial der Stadt in konkrete Investitionen, Unternehmen und Arbeitsplätze umgewandelt werden kann.

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Symbolbild: Envato

Die Tourism Infrastructure and Enterprise Zone Authority (TIEZA) hat im Rahmen einer Partnerschaft mit der Stadtverwaltung für 63 Hektar innerhalb des über 500 Hektar großen Anwesens eine sogenannte Tourism Enterprise Zone (TEZ) geplant. Während des Puerto Princesa Investment and Development Forum präsentierte Atty. Niño Roberto Aquino, Manager für die Bewertung und Registrierung von TEZ bei der TIEZA, einen Entwicklungsrahmen, der neun Distrikte und insgesamt 245 Grundstücke umfasst. Darunter befinden sich 75 Villenparzellen, 150 Wohngrundstücke und 20 Farmgrundstücke.

Das geplante Hotel- und Gastgewerbeviertel soll 7,14 Hektar umfassen und zehn Standorte für Resort-Hotels, Wellness-Retreats, Eco-Lodges und Langzeitunterkünfte bieten. Ergänzt werden soll dies durch eine 1.000 Quadratmeter große Konferenzhalle, die für verschiedene Veranstaltungen unterteilt werden kann. Dies soll die separaten Pläne der Stadtverwaltung für ein separates Konferenzzentrum mit einer Kapazität von 15.000 bis 20.000 Plätzen ergänzen. Ein zentrales Gewerbe- und Stadtzentrum mit 30 Einzelhandelsgeschäften, 60 Marktständen, Gastronomie, Cafés, Souvenirläden (Pasalubong), einem Kunsthandwerkermarkt und einem zentralen Transportterminal ist ebenfalls vorgesehen. Laut der Präsentation soll durch die Bevorzugung lokaler Lieferanten sichergestellt werden, dass ein größerer Teil der Tourismuseinnahmen direkt in der Gemeinschaft verbleibt und der lokale Wirtschaftskreislauf gestärkt wird.

Die Wohnbereiche sind zweigeteilt: Während 75 großzügige Grundstücke mit einer OFWs und Zweitwohnsitzkäufer abzielen, sind 150 kleinere Grundstücke mit etwa 150 Quadratmetern für Stadthäuser, niedrige Eigentumswohnungen und Mieteinheiten vorgesehen. Diese sollen primär Tourismusmitarbeitern, Angestellten des Anwesens und digitalen Nomaden dienen.

Ein wesentlicher Bestandteil des Plans ist der Naturschutz. Ein Ökotourismus-Distrikt auf 3,35 Hektar soll mit Pfaden, Mangroven-Promenaden, Canopy-Walks, Aussichtstürmen, Glamping-Möglichkeiten und Flächen für Naturveranstaltungen ausgestattet werden. Weitere 14,75 Hektare sind explizit für den Schutz der Mangroven und die wissenschaftliche Forschung reserviert. Zudem sieht der Plan ein Agrotourismus-Viertel mit organischen Demonstrationsfarmen, Spezialkulturen, Hydroponik, Farm-to-Table-Gastronomie, einem Bauernmarkt und einer 3.500 Quadratmeter großen Kühl- und Verarbeitungsanlage vor. Für einen See und offene Flächen wie Promenaden, Aussichtsplattformen und eine Veranstaltungsfläche sind 5,29 Hektar vorgesehen. Die Präsentation betonte, dass die Umwelt nicht nur eine Kulisse, sondern das eigentliche Kapital des Projekts sei.

Die Umsetzung ist in drei Phasen unterteilt: Die ersten drei Jahre konzentrieren sich auf die Basisinfrastruktur wie Hauptstraßen, Versorgungsleitungen, Entwässerung, die Wiederherstellung der Mangroven-Pufferzonen, die erste Phase des Stadtzentrums, die Aufwertung von Thermalquellen und eine organische Demonstrationsfarm. Von Jahr vier bis sechs folgt die Aktivierung des Tourismus mit Wellness-Einrichtungen, Eco-Lodges, botanischen Gärten, einem Kinderpark und erweiterten Gewerbeflächen. Die letzte Phase, von Jahr sieben bis zehn, sieht den Ausbau der Destination mit Premium-Eco-Resorts, einem Sportkomplex für Seen, Konferenzeinrichtungen, einem Rentendorf und Initiativen für erneuerbare Energien vor. Die TIEZA wird zudem die Rolle bei der Registrierung förderfähiger Tourismusunternehmen und der Bereitstellung steuerlicher sowie nicht-steuerlicher Anreize übernehmen. Es wurde jedoch nicht bestätigt, dass alle geplanten Einrichtungen bereits über eine gesicherte Finanzierung verfügen oder unmittelbar mit dem Bau beginnen können.