Gewerkschaft fordert strengere Hitzeschutzregeln für Arbeitnehmer
EditAngesichts der drohenden Auswirkungen eines Super-El-Niño-Phänomens fordert der Trade Union Congress of the Philippines (TUCP) das Arbeitsministerium (Department of Labor and Employment, DoLE) auf, Arbeitgeber zu verbindlichen Hitzeschutzmaßnahmen zu verpflichten. Der Gewerkschaftsbund warnte am Dienstag, dass freiwillige Sicherheitsmaßnahmen am Arbeitsplatz nicht ausreichen, um die Beschäftigten vor extremer Hitze zu schützen.
Der TUCP schlug vor, dass das DoLE eine offizielle Anordnung erlässt, die unter anderem bezahlte Erholungspausen in schattigen oder gekühlten Bereichen, kostenloses Trinkwasser und eine angemessene Kühlung der Arbeitsplätze vorschreibt. Zudem sollen Sanktionen gegen Unternehmen eingeführt werden, die diese Vorgaben nicht umsetzen. Die Gewerkschaft betonte, dass extreme Hitze eine lebensbedrohliche Situation darstelle und Arbeitnehmer nicht zwischen ihrer Gesundheit und ihrem Lohn entscheiden dürften. Ein verbindlicher Beschluss solle den Arbeitgebern klare Verpflichtungen auferlegen, anstatt sich lediglich auf unverbindliche Beratungsschreiben des Ministeriums zu verlassen.
Um einen umfassenden Schutzplan zu entwickeln, drängt der TUCP das Ministerium zu einer Dringlichkeitssitzung des National Tripartite Industrial Peace Council, einem Gremium, in dem Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertreter zusammenkommen. Ziel ist es, von bloßen Empfehlungen abzurücken und stattdessen klare, rechtlich bindende Verpflichtungen für Unternehmen zu schaffen.
Die Forderungen umfassen auch die Anpassung von Arbeitszeiten im Freien, um die gefährlichsten Hitzeperioden, insbesondere in den höchsten Stunden des Tages, zu vermeiden. Arbeitnehmer sollen für die Einhaltung der Pausen keine Lohnabzüge, Leistungseinbuße oder Disziplinarmaßnahmen befürchten müssen. Zudem sollen Unternehmen geschultes Personal bereitstellen, das Hitzestress erkennt, sowie Notfallverfahren etablieren, damit Betroffene sofort medizinische Hilfe erhalten können. Arbeitnehmer, die Symptome hitzebedingter Erkrankungen zeigen, müssen die Arbeit unterbrechen dürfen. Ergänzend sollen Arbeitgeber Abzugssysteme für Hitze, Schutzschirme für hitzeerzeugende Geräte sowie Entsorgungssysteme installieren. Sollten diese Maßnahmen nicht ausreichen, fordert der TUCP eine Reduzierung der Arbeitslast oder die vorüfige Einstellung gefährlicher Tätigkeiten. Auch Schulungen für Arbeitnehmer zur Hydratation und zum Erkennen von Notfällen sind Teil des Plans.





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