Arbeitsschutz bei Hitze: Philippinisches Arbeitsministerium erweitert Entschädigungsliste
EditAngesichts steigender Temperaturen hat das philippinische Arbeitsministerium (Department of Labor and Employment, DOLE) neue Maßnahmen zum Schutz von Beschäftigten vor extremer Hitze ergriffen. Mit der Arbeitsrichtlinie (Labor Advisory) 19 der Serie 2026 wurde die Liste der hitzebedingten Erkrankungen erweitert, für die Arbeitnehmer nun Entschädigungen geltend machen können.
Die neuen Regelungen umfassen neben Hitzschlag und Erschöpfung nun auch Ohnmacht und Schwindel (Hitzesynkope), schweren Hitzeausschlag, Muskelabbau (Rhabdomyolyse) sowie Nierenschäden durch Dehydrierung und neurologische Störungen infolge übermäßiger Hitzeexposition. Zudem sind Beschäftigte auch für nicht explizit aufgeführte Leiden entschädigungsberechtigt, sofern die Arbeitsbedingungen das Risiko für diese Erkrankungen erheblich erhöht haben. Dies gilt sowohl für die öffentliche Verwaltung als auch für den Privatsektor und betrifft sowohl Arbeitsplätze im Freien als auch in Innenräumen.
Um Leistungen über das Sozialversicherungssystem (Social Security System, SSS) oder das System für Regierungsangestellte (Government Service Insurance System, GSIS) zu beziehen, müssen Betroffene nachweisen, dass die Arbeitsbedingungen maßgeblich zur Erkrankung beigetragen haben. Dabei prüfen die Institutionen Faktoren wie hohe Hitze und Luftfeuchtigkeit, gestützt durch Berichte des Wetterdienstes PAGASA -, körperliche Anstrengung, lange Arbeitszeiten sowie den Mangel an Schatten, Kühlbereichen, Trinkwasser oder notwendigen Ruhepausen.
Arbeitgeber sind verpflichtet, ihre Angestellten bei diesem Prozess zu unterstützen. Dazu gehört die Führung eines Logbuchs über Entschädigungsfälle, das Einreichen von Vorfallberichten sowie die Bereitstellung von Dokumenten wie Tätigkeitsbeschreibungen, Arbeits- und Ruhezeitplänen sowie Aufzeichnungen über die Temperaturen am Arbeitsplatz.





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