Wusstest Du schon? Kurze faktenbasierte Informationen über die Philippinen
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Manny Pacquiao ist bis heute der einzige Boxer der Geschichte, der Weltmeistertitel in acht verschiedenen Gewichtsklassen gewann. Zwischen seiner leichtesten und schwersten Gewichtsklasse liegen fast 30 Kilogramm – eine Leistung, die bislang kein anderer Profi erreicht hat.
Neben seiner Boxkarriere saß Manny Pacquiao auch im philippinischen Parlament und später im Senat. Weltweit gibt es nur wenige Spitzensportler, die gleichzeitig eine so bedeutende politische Laufbahn einschlugen. 2022 kandidierte er sogar für das Präsidentenamt.
Mit ihrem Olympiasieg 2021 schrieb Gewichtheberin Hidilyn Diaz Sportgeschichte. Sie gewann die erste olympische Goldmedaille überhaupt für die Philippinen – nach fast 100 Jahren Teilnahme an Olympischen Spielen. Im ganzen Land wurde ihr Erfolg gefeiert.
Carlos Yulo gewann bei den Olympischen Spielen 2024 gleich zwei Goldmedaillen im Turnen. Damit wurde er zum erfolgreichsten philippinischen Olympiateilnehmer der Geschichte. Seine Erfolge lösten im Land einen regelrechten Turn-Boom aus.
Die erste olympische Medaille für die Philippinen gewann Schwimmer Teófilo Yldefonso bereits 1928. Seine Spezialdisziplin war das Brustschwimmen, weshalb er international als 'Ilocano Shark' bekannt wurde. Vier Jahre später gewann er erneut Bronze.
Alex Eala gewann 2022 als erste Filipina überhaupt einen Grand-Slam-Titel im Tennis bei den Juniorinnen der US Open. Sie gilt als größte Hoffnung des philippinischen Tennis und trainierte viele Jahre an der Rafael-Nadal-Akademie in Spanien.
Die Philippine Basketball Association (PBA) wurde bereits 1975 gegründet und ist die älteste Profiliga Asiens. Weltweit ist nur die NBA älter und bis heute ohne Unterbrechung im Spielbetrieb. Damit besitzt die PBA einen besonderen Platz in der Basketballgeschichte.
Bei der Basketball-Weltmeisterschaft 1954 gewannen die Philippinen die Bronzemedaille. Bis heute ist das die beste Platzierung einer asiatischen Mannschaft bei einer Basketball-WM. Dieser Erfolg gilt im Land noch immer als Meilenstein.
Efren 'Bata' Reyes wird von vielen Experten als bester Poolbillardspieler aller Zeiten angesehen. Im Laufe seiner Karriere gewann er mehr als 100 internationale Titel. Seine spektakulären Trickstöße machten ihn weltweit zur Legende.
Bowling-Legende Paeng Nepomuceno hält mehrere Guinness-Weltrekorde und wurde zum 'Bowler des Jahrtausends' gewählt. Über Jahrzehnte gewann er Weltmeisterschaften in verschiedenen Altersklassen. Kaum ein anderer Bowler war so lange erfolgreich.
'Gilas Pilipinas' bedeutet übersetzt etwa 'Mut der Philippinen'. Unter diesem Namen tritt die Basketball-Nationalmannschaft international an. Ihre Spiele sorgen regelmäßig für ausverkaufte Hallen und außergewöhnliche Stimmung.
Arnis, Eskrima und Kali bezeichnen verschiedene Traditionen der philippinischen Stockkampfkunst. Viele Techniken werden heute weltweit von Polizei- und Spezialeinheiten trainiert. Auch Hollywood griff für zahlreiche Filmszenen auf diese Kampfkünste zurück.
Pancho Villa wurde 1923 der erste philippinische Boxweltmeister. Er war gleichzeitig der erste Weltmeister aus Asien überhaupt. Damit legte er den Grundstein für die bis heute außergewöhnliche Boxtradition des Landes.
Gabriel 'Flash' Elorde verteidigte seinen Weltmeistertitel mehr als sieben Jahre lang. Dieser Rekord im Superfedergewicht hielt jahrzehntelang stand. Noch heute gehört Elorde zur International Boxing Hall of Fame.
Ceferino Garcia schrieb Boxgeschichte mit dem sogenannten 'Bolo Punch'. Den ungewöhnlichen Schlag leitete er von der Bewegung einer philippinischen Machete, dem Bolo, ab. Bis heute wird die Technik in Boxbüchern erwähnt.
Nonito Donaire gewann mit 38 Jahren erneut einen Weltmeistertitel und wurde damit zum ältesten Bantamgewichts-Weltmeister der Boxgeschichte. Seine außergewöhnlich lange Karriere brachte ihm weltweit großen Respekt ein. Viele Fans nannten ihn deshalb den 'Filipino Flash'.
Donnie Nietes wurde Weltmeister in vier Gewichtsklassen und hielt seinen Titel länger als jeder andere philippinische Boxer. Trotz seiner Erfolge stand er international oft im Schatten von Manny Pacquiao. Fachleute zählen ihn dennoch zu den Größten des Landes.
Eugene Torre wurde 1974 als erster Asiate Schachgroßmeister. Sein Erfolg öffnete vielen späteren Spitzenspielern aus Asien die Tür zur internationalen Schachelite. Bis heute gilt er als Pionier des asiatischen Schachs.
Wesley So wurde auf den Philippinen geboren und gewann 2019 die Weltmeisterschaft im Fischer-Random-Schach. Diese Variante mit zufälliger Figurenaufstellung gilt als besonders anspruchsvoll, weil auswendig gelernte Eröffnungen kaum helfen. Später wechselte So in den US-Schachverband.
Der 'Thrilla in Manila' zwischen Muhammad Ali und Joe Frazier gilt für viele Experten als der größte Boxkampf aller Zeiten. Die tropische Hitze in der Halle war so extrem, dass Ali den Kampf später als sein härtestes Duell bezeichnete. Fraziers Trainer brach den Kampf nach der 14. Runde ab.
Caloy Loyzaga führte die Philippinen 1954 zur Bronzemedaille bei der Basketball-Weltmeisterschaft. Dieses Ergebnis ist bis heute die beste Platzierung einer asiatischen Mannschaft bei einer WM. Er gilt deshalb als einer der größten Basketballspieler des Kontinents.
Mit übersprungenen 6,00 Metern hält EJ Obiena den Asienrekord im Stabhochsprung. Nur eine Handvoll Athleten weltweit hat diese magische Marke jemals übersprungen. Sein Erfolg machte Leichtathletik auf den Philippinen deutlich populärer.
Lydia de Vega wurde in den 1980er-Jahren als 'schnellste Frau Asiens' bekannt. Über viele Jahre dominierte sie die Sprintwettbewerbe auf dem Kontinent. Für zahlreiche junge Leichtathletinnen wurde sie zum großen Vorbild.
Simeon Toribio gewann 1932 Bronze im Hochsprung und holte damit die erste olympische Einzelmedaille für einen philippinischen Mann. Seine Bestleistung lag damals bei über zwei Metern – eine Höhe, die Anfang der 1930er-Jahre zur Weltspitze gehörte.
Mansueto 'Onyok' Velasco gewann 1996 olympisches Silber im Boxen. Danach musste das Land 25 Jahre auf die nächste olympische Medaille warten. Erst bei den Spielen in Tokio endete diese lange Durststrecke.
Bei den Olympischen Spielen 2021 in Tokio gewannen philippinische Boxer gleich drei Medaillen. Nesthy Petecio und Carlo Paalam holten Silber, Eumir Marcial Bronze. Noch nie zuvor war das Boxteam des Landes bei einer Olympiade so erfolgreich.
Die Philippinen nahmen bereits 1924 erstmals an Olympischen Spielen teil. Damals bestand das gesamte Team aus nur einem einzigen Athleten – dem Sprinter David Nepomuceno. Heute entsendet das Land regelmäßig Sportler in zahlreiche Disziplinen.
Paulino Alcántara wurde auf den Philippinen geboren und spielte später für den FC Barcelona. Fast 90 Jahre lang hielt er den Vereinsrekord als jüngster Torschütze – erst Lionel Messi übertraf ihn. Bis heute zählt Alcántara zu den größten Legenden des Clubs.
2010 sorgten die 'Azkals' für das sogenannte 'Wunder von Hanoi'. Mit ihrem Sieg gegen Titelverteidiger Vietnam gelang der philippinischen Fußballnationalmannschaft der internationale Durchbruch. Der Erfolg löste im Land einen regelrechten Fußballboom aus.
Michael Christian Martinez schrieb 2014 Geschichte als erster Eiskunstläufer aus Südostasien bei Olympischen Winterspielen. Für ein tropisches Land ohne natürliche Eisflächen war allein die Qualifikation eine außergewöhnliche Leistung.
Margielyn Didal war die erste philippinische Skateboarderin bei Olympischen Spielen. Mit ihrer fröhlichen Art gewann sie weltweit viele Fans und trug dazu bei, Skateboarding auf den Philippinen populärer zu machen.
Yuka Saso gewann 2021 als erste Filipina die US Women's Open im Golf. Mit nur 19 Jahren gehörte sie zugleich zu den jüngsten Siegerinnen in der Geschichte des Turniers. Später gewann sie das Turnier sogar ein zweites Mal.
2007 erreichten mit Noelle Wenceslao, Carina Dayondon und Janet Belarmino erstmals drei Filipinas den Gipfel des Mount Everest. Der höchste Berg der Erde liegt mit 8.849 Metern mehr als dreimal so hoch wie der Mount Apo, der höchste Berg der Philippinen. Ihr Erfolg schrieb Sportgeschichte.