Wusstest Du schon? Kurze faktenbasierte Informationen über die Philippinen
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Der sogenannte Callao-Mensch lebte bereits vor rund 67.000 Jahren auf den Philippinen. Seine Überreste gehören zu den ältesten Nachweisen moderner Menschen in Südostasien. Sie zeigen, dass die Inselwelt viel früher besiedelt wurde als lange angenommen.
2019 beschrieben Wissenschaftler mit Homo luzonensis eine bislang unbekannte Menschenart von der Insel Luzon. Weltweit sind bisher nur wenige ausgestorbene Menschenarten bekannt. Der Fund sorgte deshalb international für großes Aufsehen.
Die Laguna-Kupferplatte aus dem Jahr 900 gilt als das älteste schriftliche Dokument der Philippinen. Sie beweist, dass es lange vor der Ankunft der Spanier bereits Handel, Verwaltung und eine entwickelte Schriftkultur gab.
Ferdinand Magellan erreichte die Philippinen im März 1521 als erster Europäer. Seine Expedition war die erste Weltumsegelung der Geschichte – auch wenn Magellan selbst sie nicht überlebte. Die Philippinen wurden dadurch Teil der europäischen Entdeckungsgeschichte.
Nur wenige Wochen nach seiner Ankunft fiel Magellan in der Schlacht von Mactan gegen die Krieger des Häuptlings Lapulapu. Damit ist Lapulapu der erste Einheimische, der einen europäischen Eroberer besiegte. Auf den Philippinen wird er deshalb bis heute als Nationalheld verehrt.
Lapulapu gilt als erster Nationalheld der Philippinen, obwohl er lange vor der Entstehung des heutigen Staates lebte. Sein Sieg über Magellan steht bis heute symbolisch für den Widerstand gegen fremde Eroberer. Sein Name findet sich auf Denkmälern, Geldscheinen und in unzähligen Ortsnamen wieder.
Den Namen 'Philippinen' erhielt das Land 1543 zu Ehren des späteren spanischen Königs Philipp II. Benannt wurde der Archipel vom Entdecker Ruy López de Villalobos. Davor existierten für die Inseln zahlreiche regionale Bezeichnungen.
Cebu gilt als die älteste Stadt der Philippinen. Hier gründete Miguel López de Legazpi 1565 die erste dauerhafte spanische Siedlung des Landes. Bis heute wird Cebu deshalb oft als 'Wiege des Christentums' auf den Philippinen bezeichnet.
Manila wurde 1571 gegründet und entwickelte sich schnell zum politischen Zentrum der spanischen Kolonie. Das historische Herz der Stadt ist Intramuros – eine vollständig ummauerte Festungsstadt. Viele ihrer Mauern stehen noch heute.
Über 250 Jahre verband die Manila-Galeone die Philippinen mit Mexiko. Diese Handelsroute gilt als eine der ersten globalen Verbindungen zwischen Asien, Amerika und Europa. Chinesische Seide und Porzellan gelangten so bis nach Europa, während Silber aus Mexiko nach Asien floss.
Die spanische Herrschaft dauerte 333 Jahre – länger als in vielen Ländern Mittel- und Südamerikas. Sie prägte Sprache, Religion, Architektur und Kultur bis heute. Viele philippinische Familiennamen gehen noch auf diese Zeit zurück.
Während des Siebenjährigen Krieges besetzten britische Truppen Manila für knapp zwei Jahre. Obwohl die Besetzung nur kurz dauerte, zeigt sie die strategische Bedeutung der Philippinen für die damaligen Weltmächte. Die übrigen Inseln blieben jedoch weitgehend unter spanischer Kontrolle.
Die Hinrichtung der drei Priester Gómez, Burgos und Zamora im Jahr 1872 wurde zum Wendepunkt der philippinischen Geschichte. Ihr Tod löste eine nationale Reformbewegung aus, die später in den Kampf um die Unabhängigkeit mündete. Die drei sind bis heute unter dem Namen 'GomBurZa' bekannt.
José Rizals Roman »Noli Me Tángere« war weit mehr als nur ein Buch. Er deckte die Missstände der spanischen Kolonialherrschaft auf und wurde deshalb von den Behörden verboten. Bis heute gehört der Roman an philippinischen Schulen zur Pflichtlektüre.
José Rizal wurde am 30. Dezember 1896 in Manila hingerichtet. Aus Sicht der spanischen Kolonialmacht sollte seine Hinrichtung die Unabhängigkeitsbewegung stoppen – tatsächlich erreichte sie das Gegenteil. Rizal wurde zum Nationalhelden und zum Symbol des Freiheitskampfes.
Der Geheimbund Katipunan wurde 1892 gegründet, weil viele Filipinos den Glauben an Reformen verloren hatten. Seine Mitglieder schworen ihre Treue oft mit einer Unterschrift aus eigenem Blut. Aus dieser Bewegung entwickelte sich später die Revolution gegen Spanien.
Die Philippinische Revolution begann 1896 mit dem sogenannten »Schrei von Pugad Lawin«. Dabei zerrissen die Revolutionäre demonstrativ ihre Steuerbescheinigungen als Zeichen, dass sie die spanische Herrschaft nicht länger anerkannten. Dieser Moment gilt bis heute als Beginn des Unabhängigkeitskampfes.
Am 12. Juni 1898 rief Emilio Aguinaldo die Unabhängigkeit der Philippinen aus. Dieses Datum wird bis heute als Nationalfeiertag gefeiert, obwohl Spanien die Inseln kurz darauf an die USA verkaufte. Die tatsächliche internationale Anerkennung ließ deshalb noch viele Jahre auf sich warten.
Die Malolos-Republik von 1899 gilt als erste konstitutionelle Republik Asiens. Sie verfügte bereits über eine eigene Verfassung und ein gewähltes Parlament. Damit gehörten die Philippinen politisch zu den Vorreitern des Kontinents.
Im Vertrag von Paris verkaufte Spanien die Philippinen 1898 für 20 Millionen US-Dollar an die Vereinigten Staaten. Die Filipinos selbst wurden dabei nicht gefragt, obwohl sie bereits ihre Unabhängigkeit erklärt hatten. Genau das führte wenig später zum Philippinisch-Amerikanischen Krieg.
Der Philippinisch-Amerikanische Krieg forderte deutlich mehr Opfer als der vorherige Krieg zwischen Spanien und den USA. Vor allem Krankheiten, Hunger und die Folgen der Kämpfe kosteten Hunderttausende Menschen das Leben. Außerhalb der Philippinen ist dieser Krieg heute dennoch nur wenig bekannt.
Apolinario Mabini wird bis heute als »Hirn der Revolution« bezeichnet. Obwohl er nach einer Kinderlähmung seine Beine nicht mehr bewegen konnte, gehörte er zu den wichtigsten politischen Denkern des Unabhängigkeitskampfes. Seine Schriften prägten die junge Republik entscheidend.
Gregorio del Pilar war erst 24 Jahre alt, als er 1899 in der Schlacht am Tirad-Pass fiel. Sein mutiger Rückzug verschaffte Präsident Aguinaldo genügend Zeit zur Flucht. Deshalb wird er bis heute als »Junger General« verehrt.
1935 entstand das Commonwealth der Philippinen als Übergangsregierung auf dem Weg zur Unabhängigkeit. Geplant war eine zehnjährige Vorbereitungszeit, bevor das Land vollständig souverän werden sollte. Der Zweite Weltkrieg verzögerte diesen Plan jedoch erheblich.
Während des Zweiten Weltkriegs besetzte Japan die Philippinen von 1942 bis 1945. Die Bevölkerung litt unter Hunger, Zwangsarbeit und schweren Kämpfen. Kaum ein anderes Land Südostasiens wurde im Krieg so stark zerstört.
Der Todesmarsch von Bataan zählt zu den dunkelsten Kapiteln des Zweiten Weltkriegs. Zehntausende erschöpfte Kriegsgefangene mussten ohne ausreichendes Wasser und Nahrung über mehr als 100 Kilometer marschieren. Tausende überlebten den Marsch nicht.
Als General Douglas MacArthur 1944 auf Leyte landete, sprach er die berühmten Worte »I have returned«. Er hatte dieses Versprechen zwei Jahre zuvor nach seinem Rückzug gegeben. Der Satz gehört heute zu den bekanntesten Zitaten des Zweiten Weltkriegs.
Die Schlacht um Manila im Jahr 1945 verwandelte große Teile der Stadt in Trümmer. Rund 100.000 Zivilisten kamen dabei ums Leben. Historiker zählen Manila deshalb zu den am stärksten zerstörten Hauptstädten des Zweiten Weltkriegs.
Am 4. Juli 1946 wurden die Philippinen offiziell unabhängig von den Vereinigten Staaten. Erst 1962 verlegte Präsident Diosdado Macapagal den Nationalfeiertag jedoch auf den 12. Juni, um an die eigene Unabhängigkeitserklärung von 1898 zu erinnern.
Heute feiern die Philippinen ihren Unabhängigkeitstag am 12. Juni statt am 4. Juli. Damit erinnert das Land bewusst an seine eigene Revolution gegen Spanien und nicht an die spätere Anerkennung durch die USA. Das Datum hat deshalb einen hohen symbolischen Wert.
1972 verhängte Präsident Ferdinand Marcos das Kriegsrecht. Offiziell sollte es für Sicherheit sorgen, tatsächlich wurden viele politische Gegner verhaftet und die Presse stark eingeschränkt. Diese Zeit prägt die politische Diskussion auf den Philippinen bis heute.
Die Ermordung des Oppositionspolitikers Benigno »Ninoy« Aquino Jr. im Jahr 1983 löste landesweite Proteste aus. Millionen Filipinos forderten demokratische Reformen und das Ende der Marcos-Diktatur. Das Attentat gilt als Auslöser der späteren People-Power-Revolution.
Die friedliche People-Power-Revolution von 1986 brachte das Marcos-Regime ohne Bürgerkrieg zu Fall. Millionen Menschen stellten sich unbewaffnet den Panzern entgegen und versorgten sogar Soldaten mit Essen und Blumen. Die Ereignisse gelten bis heute als eines der bekanntesten Beispiele gewaltfreien Widerstands.
Corazon Aquino wurde 1986 nicht nur die erste Präsidentin der Philippinen, sondern auch die erste demokratisch gewählte Staatschefin Asiens. Nach dem Sturz der Marcos-Diktatur führte sie das Land zurück zur Demokratie. Ihre gelbe Schleife wurde zum Symbol der Freiheitsbewegung.
Die heutige philippinische Verfassung stammt aus dem Jahr 1987 und entstand als direkte Folge der People-Power-Revolution. Sie begrenzt die Amtszeit des Präsidenten auf sechs Jahre und soll verhindern, dass sich eine Machtkonzentration wie unter Marcos wiederholt.
2022 wurde Ferdinand 'Bongbong' Marcos Jr. zum Präsidenten gewählt – fast vier Jahrzehnte nach dem Sturz seines Vaters. Die Rückkehr der Familie an die Staatsspitze sorgte weltweit für große Aufmerksamkeit und wird auf den Philippinen bis heute kontrovers diskutiert.
Die Hukbalahap-Rebellion war einer der größten Bauernaufstände Südostasiens. Ursprünglich kämpfte die Bewegung gegen die japanische Besatzung im Zweiten Weltkrieg, später richtete sie sich gegen die philippinische Regierung. Der Konflikt dauerte über ein Jahrzehnt.
Die University of Santo Tomas wurde bereits 1611 gegründet und gilt als älteste noch bestehende Universität Asiens. Sie ist 25 Jahre älter als die Harvard University in den USA und brachte zahlreiche Präsidenten, Nationalhelden und bedeutende Wissenschaftler hervor.
Die San-Agustín-Kirche in Manila ist die älteste erhaltene Steinkirche der Philippinen. Sie überstand zahlreiche schwere Erdbeben sowie die fast vollständige Zerstörung Manilas im Zweiten Weltkrieg. Heute gehört sie zum UNESCO-Welterbe.
Binondo in Manila wurde bereits 1594 gegründet und gilt als das älteste Chinatown der Welt. Es entstand mehr als 250 Jahre vor den bekannten Chinatowns in San Francisco oder Yokohama. Bis heute ist das Viertel das wirtschaftliche und kulinarische Zentrum der chinesisch-philippinischen Gemeinschaft.
Die University of San Carlos in Cebu wurde bereits 1595 gegründet. Damit ist sie über 40 Jahre älter als die Harvard University in den USA. Sie gehört zu den traditionsreichsten Bildungseinrichtungen Südostasiens.
Als Spanien die Philippinen 1898 an die USA abtrat, wurden sie zur ersten großen Überseekolonie der Vereinigten Staaten. Dadurch begann eine fast 50-jährige amerikanische Prägung, die bis heute unter anderem im Bildungssystem und der englischen Sprache sichtbar ist.
Die erste philippinische Nationalflagge wurde nicht auf den Philippinen, sondern im Exil in Hongkong genäht. Marcela Agoncillo fertigte sie gemeinsam mit ihrer Tochter und einer Nichte José Rizals an. Wenige Monate später wurde sie erstmals bei der Unabhängigkeitserklärung gehisst.
Die erste bekannte Moschee der Philippinen entstand um 1380 auf der Insel Simunul. Sie wurde damit lange vor der Ankunft der spanischen Missionare erbaut. Der Islam gehört somit zu den ältesten Weltreligionen des Archipels.
Das erste Kaufhaus der Philippinen eröffnete bereits 1877 in Iloilo. Lange bevor große Einkaufszentren entstanden, konnten Kunden dort Waren aus Europa und Asien unter einem Dach kaufen. Für die damalige Zeit war das ein modernes Einkaufskonzept.
Die erste Klimaanlage des Landes wurde 1936 im Präsidentenpalast Malacañang installiert. In einem tropischen Klima war das damals ein echter Luxus. Erst viele Jahre später hielten Klimaanlagen Einzug in öffentliche Gebäude und Privathaushalte.
Die erste klimatisierte Shoppingmall der Philippinen trägt den Namen Ali Mall. Sie wurde nach Muhammad Ali benannt, nachdem dieser 1975 den legendären Boxkampf 'Thrilla in Manila' gewonnen hatte. Kaum ein Einkaufszentrum der Welt verdankt seinen Namen einem Boxer.
Die San-Juanico-Brücke verbindet die Inseln Samar und Leyte. Mit einer Länge von 2.164 Metern war sie jahrzehntelang die längste Brücke der Philippinen. Erst 2022 wurde sie von der Cebu-Cordova Link Expressway übertroffen.
Mit Platz für rund 55.000 Zuschauer gilt die Philippine Arena als größte Indoor-Arena der Welt. Dort finden Gottesdienste, Konzerte und internationale Sportveranstaltungen statt. Selbst viele berühmte Mehrzweckhallen in Europa oder Nordamerika sind deutlich kleiner.
Mit 318 Metern gehört das Metrobank Center beziehungsweise Grand Hyatt Manila zu den höchsten Gebäuden Südostasiens. Zum Vergleich: Es ist rund drei Mal so hoch wie der Kölner Dom. Von der Aussichtsplattform reicht der Blick weit über Metro Manila.
Die erste urkundlich belegte Ehe zwischen einer Filipina und einem Europäer fand bereits 1585 statt. Solche Verbindungen spielten später eine wichtige Rolle beim kulturellen Austausch zwischen Europa und den Philippinen.
Der erste dokumentierte Serienmörder der Philippinen war ausgerechnet ein katholischer Priester. Juan Severino Mallari soll zwischen 1816 und 1826 mindestens 57 Menschen getötet haben. Sein Fall gehört bis heute zu den bekanntesten Kriminalgeschichten des Landes.
Die erste detaillierte Landkarte der Philippinen entstand bereits 1734. Die sogenannte Velarde-Karte war ihrer Zeit weit voraus und zählt heute zu den bedeutendsten historischen Karten Asiens. Sie spielte später sogar bei Grenzfragen in der Westphilippinischen See eine Rolle.
Das erste Auto der Philippinen wurde 1904 eingeführt. Es handelte sich um einen französischen Richard-Brasier-Roadster mit gerade einmal neun PS – weniger Leistung als viele heutige Motorroller. Dennoch sorgte das Fahrzeug damals für großes Aufsehen.
1911 sahen viele Filipinos zum ersten Mal überhaupt ein Flugzeug. Der amerikanische Pilot James 'Bud' Mars führte seinen Doppeldecker vor Tausenden Zuschauern vor. Nur wenige Jahre später begann bereits die Entwicklung der zivilen Luftfahrt im Land.
Die erste philippinische Fluggesellschaft nahm 1933 den Betrieb auf. Sie verband zunächst Manila mit Iloilo und legte damit den Grundstein für den heutigen Inlandsflugverkehr. Angesichts der Tausenden Inseln entwickelte sich das Flugzeug schnell zu einem wichtigen Verkehrsmittel.
1965 erhielt die philippinische Luftwaffe ihre ersten Überschall-Kampfjets vom Typ F-5. Damit waren die Philippinen das erste Land Südostasiens mit Kampfflugzeugen, die schneller als der Schall fliegen konnten. Damals galt das als bedeutender technologischer Vorsprung in der Region.
Am 29. März 1994 gingen die Philippinen offiziell ans Internet. Der erste kommerzielle Anschluss verband das Land mit dem weltweiten Netz – nur wenige Jahre bevor SMS und später soziale Medien den Alltag der Filipinos prägen sollten.
Der Asteroid 6282 'Edwelda' trägt den Namen eines philippinischen Ehepaars. Sein Name setzt sich aus den Vornamen Edwin und Imelda zusammen. Es kommt nur selten vor, dass Himmelskörper nach Privatpersonen benannt werden.
Mit 'Agila 2' startete 1997 der erste philippinische Kommunikationssatellit. Er verbesserte Fernsehen, Telefonie und Datenverbindungen im gesamten Archipel erheblich. Für ein Land mit Tausenden Inseln war das ein wichtiger Schritt beim Ausbau der Kommunikation.
Die Basilika Santo Niño in Cebu zählt zu den ältesten christlichen Kirchen der Philippinen. Verehrt wird dort die Santo-Niño-Figur, die Ferdinand Magellan 1521 dem Herrscherpaar von Cebu schenkte. Bis heute ist sie eines der bedeutendsten religiösen Heiligtümer des Landes.
Die Balangay-Boote von Butuan sind die ältesten bekannten hölzernen Wasserfahrzeuge Südostasiens. Einige von ihnen wurden bereits vor über 1.000 Jahren gebaut. Sie belegen, dass die Bewohner der Philippinen schon lange vor der Kolonialzeit erfahrene Seefahrer und Händler waren.
Die 'Goldene Tara von Agusan' ist eine kunstvoll gearbeitete Goldfigur aus dem 13. Jahrhundert. Sie zeigt, dass auf den Philippinen schon vor der Ankunft der Spanier hinduistisch-buddhistische Einflüsse verbreitet waren. Heute befindet sich das Original im Field Museum in Chicago.
Der Manunggul-Krug gehört zu den bedeutendsten archäologischen Funden der Philippinen. Auf seinem Deckel sitzt ein kleines Boot mit zwei Figuren, die nach altem Glauben die Reise einer Seele ins Jenseits darstellen. Der über 2.500 Jahre alte Krug gilt heute als nationales Kultursymbol.
Die Petroglyphen von Angono sind die ältesten bekannten Felszeichnungen der Philippinen. Sie entstanden vor rund 5.000 Jahren und zeigen einfache menschliche Figuren. Damit sind sie deutlich älter als die Pyramiden von Gizeh in Ägypten.
Das Sultanat von Sulu wurde um 1450 gegründet und bestand fast 400 Jahre lang. Es kontrollierte zeitweise große Teile des Handels zwischen Borneo, den südlichen Philippinen und Malaysia. Sein Einfluss reichte weit über die heutigen Landesgrenzen hinaus.
Die Tondo-Verschwörung von 1587 war der erste größere Aufstand philippinischer Adliger gegen die spanische Kolonialherrschaft. Ziel war es, die einheimischen Herrscher wieder an die Macht zu bringen. Der Plan wurde jedoch vor seiner Umsetzung entdeckt.
Die Dagohoy-Rebellion auf Bohol dauerte unglaubliche 85 Jahre. Damit gilt sie als der längste Aufstand in der Geschichte der Philippinen. Ganze Generationen wuchsen auf, während der Konflikt noch andauerte.
1807 erhoben sich die Bewohner der Ilocos-Region gegen das spanische Monopol auf Basi, einen traditionellen Zuckerrohrwein. Selbst ein alkoholisches Getränk konnte also Auslöser einer Rebellion werden. Heute erinnert ein berühmtes Gemälde an diesen ungewöhnlichen Aufstand.
Apolinario de la Cruz, besser bekannt als 'Hermano Pule', gründete eine religiöse Bewegung, weil einheimischen Filipinos der Zugang zum Priesteramt weitgehend verwehrt blieb. Sein Aufstand wurde niedergeschlagen, machte aber die wachsende Unzufriedenheit mit der Kolonialherrschaft deutlich.
Die Meuterei von Cavite im Jahr 1872 hatte weitreichende Folgen. Nach ihr wurden die drei Priester GomBurZa hingerichtet – ein Ereignis, das später auch José Rizal stark beeinflusste. Viele Historiker sehen darin den Beginn der philippinischen Nationalbewegung.
Die Propaganda-Bewegung setzte zunächst nicht auf Revolution, sondern auf Reformen. Mit ihrer Zeitung 'La Solidaridad' forderten philippinische Intellektuelle gleiche Rechte innerhalb des spanischen Reiches. Erst als diese Forderungen scheiterten, gewann die Unabhängigkeitsbewegung an Stärke.
Marcelo H. del Pilar war einer der wichtigsten Journalisten der Reformbewegung. Obwohl seine Schriften großen Einfluss hatten, starb er 1896 verarmt im Exil in Barcelona. Heute zählt er zu den bedeutendsten Vordenkern der philippinischen Unabhängigkeit.
José Rizal gründete 1892 die Reformbewegung 'La Liga Filipina'. Bereits wenige Tage später wurde er nach Dapitan verbannt, weil die spanischen Behörden seinen politischen Einfluss fürchteten. Die Organisation bestand zwar nur kurz, inspirierte aber spätere Freiheitsbewegungen.
Mit dem Pakt von Biak-na-Bato endeten die Kämpfe zwischen Revolutionären und Spanien zunächst vorübergehend. Emilio Aguinaldo ging ins Exil nach Hongkong und erhielt dafür eine Entschädigungszahlung. Der Frieden hielt allerdings nur wenige Monate.
Die sogenannte 'Schlacht von Manila' im August 1898 war in Wirklichkeit weitgehend abgesprochen. Spanien kapitulierte vor den USA, ohne die philippinischen Revolutionäre einzubeziehen. Für viele Filipinos war dies der Beginn einer neuen Fremdherrschaft statt der erhofften Unabhängigkeit.
1901 wurde Präsident Emilio Aguinaldo von amerikanischen Truppen gefangen genommen. Seine Festnahme bedeutete praktisch das Ende der Ersten Philippinischen Republik. Einzelne Widerstandsgruppen kämpften allerdings noch mehrere Jahre weiter.
Die Balangiga-Glocken wurden 1901 von amerikanischen Soldaten als Kriegsbeute mitgenommen. Erst 117 Jahre später kehrten sie auf die Philippinen zurück. Ihre Rückgabe wurde von vielen Filipinos als Zeichen der Versöhnung verstanden.
Beim Massaker von Bud Dajo im Jahr 1906 starben rund 1.000 Angehörige des Moro-Volkes. Die Ereignisse gehören bis heute zu den umstrittensten Kapiteln der amerikanischen Kolonialzeit auf den Philippinen. Historiker diskutieren den Vorfall noch immer intensiv.
Mit dem Jones Law von 1916 versprachen die USA erstmals offiziell die spätere Unabhängigkeit der Philippinen. Einen konkreten Termin nannte das Gesetz allerdings noch nicht. Trotzdem markierte es einen wichtigen politischen Wendepunkt.
Während der japanischen Besatzung entstand 1943 die Zweite Philippinische Republik unter José P. Laurel. Sie war jedoch weitgehend von Japan abhängig und verfügte nur über eingeschränkte Entscheidungsfreiheit. Nach Kriegsende wurde sie wieder aufgelöst.
Manuel Roxas wurde 1946 der erste Präsident der unabhängigen Dritten Republik der Philippinen. Seine Amtszeit begann unmittelbar nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Eine seiner größten Aufgaben war der Wiederaufbau des schwer zerstörten Landes.
Präsident Ramon Magsaysay starb 1957 bei einem Flugzeugabsturz am Mount Manunggal auf Cebu. Hunderttausende Menschen säumten später die Straßen seines Trauerzuges. Bis heute zählt er zu den beliebtesten Präsidenten der philippinischen Geschichte.
Die 'First Quarter Storm' war 1970 eine Welle von Studentenprotesten gegen die Regierung Marcos. Tausende junge Menschen gingen wochenlang auf die Straße und forderten politische Reformen. Die Unruhen gelten als einer der Vorboten des späteren Kriegsrechts.
Beim Bombenanschlag auf die Plaza Miranda im Jahr 1971 starben neun Menschen, Dutzende weitere wurden verletzt. Der Anschlag erschütterte das ganze Land und verschärfte die politische Krise. Kurz darauf setzte Präsident Marcos wichtige Grundrechte außer Kraft.
Während der Präsidentschaftswahl 1986 verließen mehrere Mitarbeiterinnen der Wahlkommission öffentlich ihre Arbeitsplätze. Sie protestierten gegen mutmaßliche Manipulationen bei der Stimmenauszählung. Ihr Schritt wurde zu einem der Schlüsselmomente der späteren People-Power-Revolution.
Zwischen 1986 und 1989 musste Präsidentin Corazon Aquino insgesamt neun Putschversuche überstehen. Trotz der Rückkehr zur Demokratie blieb die politische Lage in den ersten Jahren äußerst instabil. Dennoch blieb ihre Regierung im Amt.
Präsident Joseph Estrada verlor 2001 nach einer zweiten friedlichen Volksbewegung – bekannt als EDSA II – sein Amt. Später wurde er wegen Korruption verurteilt und zu einer Haftstrafe verurteilt, bevor er schließlich begnadigt wurde. Ein solcher politischer Verlauf ist selbst international ungewöhnlich.
Beim Maguindanao-Massaker 2009 wurden 58 Menschen ermordet, darunter 32 Journalisten. Es gilt als der tödlichste Angriff auf Medienschaffende in Friedenszeiten weltweit. Der Fall machte die Gefahren für Journalisten auf den Philippinen international sichtbar.
Die Belagerung der Stadt Marawi dauerte 2017 ganze fünf Monate. Islamistische Gruppen lieferten sich dabei heftige Kämpfe mit der Armee, große Teile der historischen Altstadt wurden zerstört. Tausende Familien mussten ihre Heimat verlassen.
Der internationale Drogenkrieg unter Präsident Rodrigo Duterte sorgte weltweit für Schlagzeilen. Während die Regierung von über 6.000 Todesopfern spricht, gehen Menschenrechtsorganisationen von deutlich höheren Zahlen aus. Der Internationale Strafgerichtshof beschäftigt sich bis heute mit den Ereignissen.
Als Ferdinand Marcos 2016 auf dem Heldenfriedhof beigesetzt wurde, kam es zu landesweiten Protesten. Für viele Filipinos bleibt seine Herrschaft untrennbar mit Kriegsrecht und Menschenrechtsverletzungen verbunden. Die Beisetzung spaltet die Gesellschaft bis heute.
General Miguel Malvar führte den Widerstand gegen die Amerikaner fort, nachdem Emilio Aguinaldo gefangen genommen worden war. Erst 1902 legte auch er die Waffen nieder. Viele Historiker betrachten ihn deshalb als den letzten General der philippinischen Revolution.
Macario Sakay setzte den Kampf gegen die amerikanische Kolonialherrschaft noch Jahre nach dem offiziellen Kriegsende fort. Von den USA wurde er als Bandit verfolgt, heute gilt er auf den Philippinen als Freiheitskämpfer. Seine Rehabilitierung erfolgte allerdings erst viele Jahrzehnte später.
Vor dem Zweiten Weltkrieg wurde Manila oft als 'Perle des Orients' bezeichnet. Die Stadt galt als eine der schönsten Metropolen Asiens, bevor sie 1945 fast vollständig zerstört wurde. Viele historische Gebäude gingen dabei unwiederbringlich verloren.
Fort Santiago in Intramuros war José Rizals letztes Gefängnis. Seine letzten Schritte bis zum Hinrichtungsort sind dort heute durch bronzene Fußabdrücke markiert. Jährlich folgen Tausende Besucher diesem historischen Weg.
Seit 1899 hatten vier philippinische Präsidenten Amtszeiten von weniger als zwei Jahren. Die Ursachen reichten von Tod im Amt bis hin zu politischen Umbrüchen. Das zeigt, wie wechselhaft die Geschichte des Landes zeitweise verlief.