Wusstest Du schon? Kurze faktenbasierte Informationen über die Philippinen
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Diosdado Banatao entwickelte Computerchips, die Personal Computer schneller, günstiger und leistungsfähiger machten. Zu seinen Erfindungen gehört unter anderem einer der ersten Single-Chip-Grafikbeschleuniger. Seine Entwicklungen stecken indirekt in Millionen Computern weltweit.
Der Mikrobiologe Abelardo Aguilar entdeckte 1949 auf der Insel Iloilo einen Bodenpilz, aus dem später das Antibiotikum Erythromycin entwickelt wurde. Dieses Medikament rettete seither weltweit Millionen Menschenleben. Kaum jemand weiß, dass der Ursprung dieser Entdeckung auf den Philippinen liegt.
Das weltweit einzige anerkannte Karaoke-Patent stammt von Roberto del Rosario. Sein 'Sing-Along System' machte ihn zu einem der wenigen Erfinder, deren Name bis heute eng mit Karaoke verbunden ist. Der weit verbreitete Irrglaube, Karaoke sei vollständig in Japan erfunden worden, hält sich dennoch hartnäckig.
Bereits 1955 ließ Gregorio Zara ein Videotelefon patentieren. Jahrzehnte bevor Videotelefonie zum Alltag wurde, entwickelte er ein System, mit dem sich Gesprächspartner gleichzeitig sehen und hören konnten. Für die damalige Zeit war das eine außergewöhnlich visionäre Idee.
Ramon Barba entdeckte eine Methode, Mangobäume ganzjährig zum Blühen zu bringen. Dadurch mussten Bauern nicht mehr auf die natürliche Saison warten und konnten ihre Erträge deutlich steigern. Seine Entdeckung veränderte den Mangoanbau in vielen tropischen Ländern.
Meeresbiologe Angel Alcala entwickelte eines der ersten gemeindebasierten Meeresschutzkonzepte der Welt. Seine Schutzgebiete führten dazu, dass sich Fischbestände nach wenigen Jahren deutlich erholten. Das Modell wurde später in zahlreichen Ländern übernommen.
Fe del Mundo schrieb Medizingeschichte als eine der ersten Frauen an der Harvard Medical School. Später gründete sie das erste Kinderkrankenhaus der Philippinen und entwickelte einen Inkubator aus Bambus, damit auch ländliche Kliniken Frühgeborene versorgen konnten.
Der Filipino Pedro Flores machte das Yo-Yo in den USA weltberühmt. Er gründete die erste Yo-Yo-Fabrik und ließ sich den Namen markenrechtlich schützen. Dadurch wurde aus einem traditionellen Spielzeug ein internationales Erfolgsprodukt.
Das Wort 'Yo-Yo' stammt aus der Sprache der Ilokano und bedeutet sinngemäß 'komm zurück'. Kaum jemand vermutet, dass dieser weltweit bekannte Begriff seinen Ursprung auf den Philippinen hat.
Die University of Santo Tomas besitzt die älteste medizinische Fakultät Asiens. Seit mehr als 150 Jahren werden dort Ärztinnen und Ärzte ausgebildet. Viele führende Mediziner des Landes haben hier studiert.
José Rizal war nicht nur Nationalheld und Schriftsteller, sondern auch ausgebildeter Augenarzt. Während seines Aufenthalts in Europa operierte er sogar seine eigene Mutter, deren Sehvermögen sich dadurch deutlich verbesserte. Medizin war für ihn ebenso wichtig wie Literatur und Politik.
Während seiner Verbannung in Dapitan sammelte José Rizal zahlreiche Pflanzen und Tiere. Mehrere neu entdeckte Arten wurden später nach ihm benannt, darunter die Flugechse *Draco rizali*. Seine Leidenschaft für die Natur ist außerhalb der Philippinen kaum bekannt.
Eduardo Quisumbing gehörte zu den bedeutendsten Orchideenforschern des 20. Jahrhunderts. Er beschrieb Hunderte Pflanzenarten und trug wesentlich zum internationalen Ruf der philippinischen Botanik bei. Viele seiner Arbeiten gelten bis heute als Standardwerke.
Encarnación Alzona war Historikerin, Frauenrechtlerin und eine der ersten Frauen, die den Titel 'National Scientist' erhielten. Schon früh setzte sie sich für das Frauenwahlrecht und den Zugang von Frauen zur Hochschulbildung ein. Ihr Wirken reichte weit über die Wissenschaft hinaus.
Historiker Teodoro Agoncillo schrieb mit 'Revolt of the Masses' eines der einflussreichsten Bücher über die philippinische Revolution. Seine Sichtweise veränderte das Geschichtsbild vieler Filipinos nachhaltig. Bis heute gehört das Werk zur Standardliteratur an Universitäten.
Mit dem 'Balik Scientist Program' versucht die philippinische Regierung, Wissenschaftler aus dem Ausland zur Rückkehr zu bewegen. Sie sollen ihr Wissen und ihre internationale Erfahrung in Forschung und Wirtschaft einbringen. Ähnliche Programme gibt es inzwischen auch in anderen Ländern.